Edition VA bENE

 

edition@vabene.at

"Vielleicht ist es die Ungewißheit, die das Verlegen für mich so reizvoll macht", lautet der Glaube des Verlegers Dr. Walter Weiss, der – nach einem 1990 gestarteten "Versuchsballon" mit Neuausgaben eigener Bücher – dann im Jahr 1991 die EDITION VA bENE mit ihren beiden Verlagssitzen Wien und Klosterneuburg gegründet hat. Weiss hat den Verlag erst als 48-jähriger ins Leben gerufen – bei aufrechter Tätigkeit als Gymnasialprofessor für Geographie, Psychologie und Philosophie, als interner LinkErwachsenenbildner und fünf Jahre hindurch als Universitätslektor an der Technischen Universität in Wien: für Philosophie. Vor seiner Verlagsgründung hatte Weiss 60 Bücher selbst geschrieben und in den renommiertesten deutschen, schweizerischen und österreichischen Verlagen herausgebracht. Heute verfaßt Weiss selbst nur mehr interner Linkphilosophische Beiträgefür diverse Zeitschriften und Magazine – und schreibt philosophische Bücher, bevorzugt in Kooperation mit Fachleuten wissenschaftlicher Disziplinen, so z. B. mit dem Mathematiker und Physiker interner LinkProf. Mag. Erwin Kohaut, dem Philosophen, Mathematiker und Physiker interner LinkUniv. Lektor Prof. Mag. Dr. Robert Hofstetter oder dem Biologen vom Naturhistorischen Museum Wien, interner LinkUniv. Lektor Prof. Mag. Dr. Karl Edlinger – Näheres siehe unter den entsprechenden Titeln unseres Programms.

Wie das alles zusammen funktioniert? Tatsache ist, daß der Verlag blüht und der Verlagsgründer – selbstverständlich – die Sache längst nicht mehr alleine bewältigt: Was ausgelagert werden konnte, wurde ausgelagert: Lektorat, Herstellung, Graphik und Layout, Satz, Buchhaltung … Und trotz – oder gerade wegen – dieses Outsourcings bietet der Verlag alljährlich eine Produktion an, die weit größeren und personalaufwendigeren – und damit auch kostenintensiveren – Verlagen alle Ehre machen würde.

Zuerst ein Experiment

Am Anfang des Unternehmens stand die Überzeugung, daß "etwas geschehen müsse" und "daß es gut gehen werde". Daher auch der Verlagsname: va bene – es geht gut. "Ich hab' es einfach als Experiment gesehen" – so der Verlagsleiter. Als 'Der Verlag, der sich was traut', hat sich die Edition VA bENE längst einen Namen gemacht – zumindest in Österreich. Und dieses Image – Mut als Markenzeichen – ist kein gemachtes, sondern hat sich mehr oder weniger von Anfang an ergeben.

Erfolg über Nacht

Die erste VA bENE-Produktion war der Reprint eines Buches, das der Verlagsleiter noch als Schriftsteller vor Jahren selbst verfaßt hatte: quasi als Testballon, ob sich eine Verlagsgründung überhaupt rechnen könne. Es rechnete sich nicht und gleich alle drei ersten Titel wurden Flops: Newcomers Ernüchterung. Was in einem bekannten Verlag vor einem Jahrzehnt noch ein Erfolg war, stürzte im neuen Verlag ab! Sollte es gar mit dem noch nicht eingeführten Verlagsnamen zusammenhängen? Dann jedoch stellte Prof. Günter Kodek, ein langjähriger Freund des Verlagsgründers, den Kontakt zu dem damals österreichweit bekannten, heute aber bereits verstorbenen Journalisten Prof. Ing. Alfred Worm her.  Dieser hatte ein Buch über Jesus geschrieben, das sich niemand zu verlegen getraute: versprach es doch "die Wahrheit über den wahren Menschen". Die Edition VA bENE machte das Buch – und wurde über Nacht bekannt damit: acht Auflagen gab es von dem ersten Bestseller des Verlages und 30 000 verkaufte Exemplare gingen über die Tresen. 

Mutig ging es auch weiter: nämlich mit Günter Tolars Outing-Werk "Sein Mann", Untertitel: "Liebe, Aids und Tod". Trotz des Tabuthemas Homosexualität stieß das Buch nicht auf Ablehnung, sondern – im Gegenteil – auf reges Interesse. Es war der zweite Bestseller des jungen Verlages. Allerdings stimmte die Überlegung, daß ein heißes Thema automatisch einen verlegerischen Erfolg mit sich bringt, nicht immer. So wurde etwa Helmut Frodls Psychothriller "Außer Kontrolle" ein Mißerfolg und die Edition VA bENE schrammte unvermutet an einem Imageschaden vorbei: ihr Mut war zu weit gegangen, die Mordtat Frodls, wochen-, ja monatelang das Thema Nr. 1 des Boulevards, war doch zu abstoßend gewesen … Dies war angeblich – offiziell zwar nie zugegeben, aber hinter vorgehaltener Hand kolportiert – auch der (nur ursprüngliche?) Grund, daß die Edition VA bENE bis heute erst ein einziges Mal – und das erst nach rund einem Jahrzehnt ihres Bestehens – die sonst fast jedem Verlag zuerkannte Verlagsförderung erhielt. Der zweite – auch nur zugeflüsterte – Grund: Der Verlag ist zu erfolgreich. Der dritte (vordergründige, aber objektiv widerlegbare): Die Edition VA bENE verlegt – angeblich – zu wenig Literatur. Wie hahnebüchen der letztere Vorwurf ist (eigentlich sind es alle drei!) kann jeder Interessierte selbst überprüfen, der durch die Homepage des Verlages schmökert: zwei Drittel der Verlagsproduktion sind Literatur … Einsprüche gegen diese eigenwillige Behandlung durch den Verlegerbeirat sieht das Gesetz keine vor – und offizielle Begründung für die Ablehnung(en) sind keine zu erhalten. Für den Verlagsinhaber zeigt dies die Grenzen der österreichischen Demokratie.

Politisches Engagement

Und genau davon, von der Demokratie nämlich, hätte die Edition VA bENE gern mehr und dafür weniger Staat; mehr Literatur – und dafür weniger Fernsehen. Rechtslastige und populistische Politik sind dem Verlagsgründer ein Greuel und wenn er – als Verleger oder in anderer Weise – dagegen etwas unternehmen kann, dann tut er das auch: indem die Edition VA bENE z. B. die Erinnerungen eines ehemaligen Hitlerjungen herausgegeben hat: "Vom heiligen Schwachsinn". Das Buch war wochenlang auf den österreichischen Bestsellerlisten und wurde in Deutschland prompt totgeschwiegen … Politisches Ziel des Verlagsgründers war es jahrelang, Österreich Haider als Bundeskanzler zu ersparen. Heute, im Jahr 2010, nach dem Tod Haiders, ist diese Befürchtung ja nicht mehr aktuell … Was nicht heißen sollte, daß die Gefahr eines Rechtsruckes in der österreichischen Politik gebannt wäre … Einen ersten Schritt in Richtung politischer Verlagstätigkeit tat er mit Lucian O. Meysels Recherche "Unheilige Allianzen – Wer ebnet Jörg Haider den Weg?" Einen weiteren setzte er, indem er damals dem Proponentenkomitee für Gertraud Knoll beitrat, die vielversprechende Kandidatin der vorletzten österreichischen Bundespräsidentenwahl, die sich vehement gegen Haider als möglichen künftigen Bundeskanzler Österreichs ausgesprochen hatte. Heute verlegt die Edition VA bENE ätzend-satirische Bücher gegen das politische Geschehen in Österreich: … Angesichts der noch immer andauernden und noch lange nicht ausgestandenen Wirtschaftskrise ließ es sich der Verlagsinhaber angelegen sein, einen das herrschende Wirtschafts- und Finanzsystem vernichtend kritisierenden Artikel zu verfassen und zu veröffentlichen: in der Wiener Quartalszeitschrift "International" und im deutschen Online-Magazin interner Link"Zeit-Geist". Sie können interner Linkdiese Analyse auch auf dieser Homepage unter nach oben"Artikel" (des Verlegers) direkt lesen. 

Sorgenkind Literatur

Mit literarischen Titeln hatte die Edition VA bENE bisher weniger Erfolg: die Nachfrage danach ist gering, wohl gemäß der – unterschwelligen – Überlegung, daß eine guter Literat oder Romancier ohnedies schon längst bei einem deutschen Verlag Heimat gefunden haben sollte, und Literaten bei österreichischen Verlagen eben dafür nicht gut genug seien. Die Edition VA bENE, die das nicht glauben will, versucht(e) daher beharrlich, jungen und auch älteren Newcomern eine schöpferische Plattform zu bieten: in den Reihen "Gedanken & Gedichte" bzw. "Gedichte" einerseits, in der – bereits wieder eingestellten – Serie "Widerhall" andererseits; und immer wieder in Form von Solitären in der Reihe "Roman". Der Erfolg aller Versuche ist bislang gering geblieben und rechtfertigt sich nur über den fast schon magisch zu nennenden Begriff der "Mischkalkulation": Mit den Gewinnen aus Bestsellern und den sich auch ganz gut verkaufenden Sachbüchern subventioniert der Verlag "quer" seine literarische Schiene. Weiss dazu: "Ein Verleger hat auch die Aufgabe, die Kunst zu fördern, er ist moralisch verpflichtet, das zu tun." Und: Die Edition VA bENE macht auch den Unsinn der sogenannten "Neuen Rechtschreibung" nicht mit. In allen ihrer Bücher prangt auf der Impressumseite der Satz: 
"Der Verlag legt größten Wert darauf, daß seine Bücher der alten Rechtschreibung folgen. Die Entscheidung bezieht sich auf die Sinnwidrigkeit der meisten neuen Regeln und darauf, daß sie sich gegen die deutsche Sprache selbst richten."

Beispiele für so manche Inkonsequenz und Unlogik der neuen Rechtschreibung finden Sie gleich unterhalb der Vorstellung der Neuerscheinungen der jeweiligen Halbjahresproduktion des Verlages.

Als Konstante: Österreich-Themen und die Kirche

So vielfältig die Richtungen innerhalb des Verlages auch sein mögen, eines zieht sich wie ein roter Faden durch das Programm: die starke Präsenz von Österreich-Themen bzw. von Austro-Promis als Autoren. Die Autorenliste der Edition VA bENE liest sich wie das Who's who Österreichs, darunter Autoren, die auch im Ausland bekannt sind: so der leider schon verstorbene Schauspieler Fritz Muliar als einer der in Deutschland am besten bekannten österreichischen Mimen, und der Österreicher Bernd Weikl, international anerkannter Opernsänger und Wagnerinterpret, der in der Edition VA bENE zwei satirische Bücher über seine Erfahrungen, die er so mit und in der Welt gemacht hat, geschrieben hat. Die haben sich auch in Deutschland verkauft – eine Ausnahme direkt, denn: Österreichische Verlage haben es in Deutschland eben schwer. Der Anteil der österreichischen Verlagsproduktion auf dem deutschen Buchmarkt beträgt 0,3 Prozent – und jener der deutschen Verlage auf dem österreichischen 97 Prozent! In dieser klaffenden Schere muß sich die Edition VA bENE – gemeinsam mit allen anderen österreichischen Verlagen – bewähren. Leicht ist das nicht – aber es macht noch immer Freude, wenn 's klappt.

Ein weiteres Thema – und heißes Eisen – ist die Kirche, besser gesagt: die amtliche Kirchenpolitik Roms. Die EDITION VA bENE hat es sich zu einem ihrer Ziele gesetzt, auf die Kluft zwischen praktiziertem und gelehrtem Katholizismus immer wieder hinzuweisen. Obwohl der Verlagseigener ein bekennender Atheist ist, ist es ihm ein Anliegen, dem Basischristentum gegenüber der Gerontokratie auf und um den Stuhl Petri eine Plattform zu bieten. Das begann mit dem Buch Alfred Worms, setzte sich fort mit "Linker Jesus – rechte Kirche" des "Rebellenpfarrers" Udo Fischer in Paudorf in NÖ, der nicht müde wurde, "seinem" Bischof Kurt Krenn in St. Pölten zu zeigen, wo es eigentlich christlich langginge und mündete – nach einer Reihe anderer kirchenkritischen, aber niemals kirchenfeindlichen Büchern in Franz-Josef Weißenböcks Buch: nach oben "Handbuch der Kirchenspaltung", zu dem sogar der Wiener Weihbischof DDR. Helmut Krätzl das Vorwort schrieb! Ein weiteres Buch des bayerischen "Kreuzesstürmers" Konrad Riggenmann 
(nach oben "Jesus – vom Mißbrauch des Menschensohnes") weist ziemlich deutlich auf den bereits in den Evangelien angelegten und – nach der Meinung des Autors – vom amtlichen Christentum nicht genügend bekämpften Antisemitismus hin. Das Buch des Philosophen Gerhard Schwarz über nach oben "Was Jesus wirklich sagte" wurde immerhin zweimal aufgelegt und sollte noch immer von jedem, der sich mit der christlichen Religion ernsthaft auseinandersetzen möchte, zur Standardlektüre gezählt werden.

Der Verlag hat es sich auch zur Aufgabe gemacht, vehement gegen das antiwissenschaftliche "Intelligent Design" aufzutreten, das immer mehr aus den USA auch nach Europa herüberschwappt. Leider hat sich auch der Wiener Kardinal Christoph Schönborn von dieser Welle mittragen lassen, was den Verlagsgründer und -inhaber der EDITION VA bENE zu mehreren Repliken auf Schönborns diesbezügliche Publikation und Reden ermuntert haben. Diese sind als Gastkommentare in einigen der Bücher der EDITION VA bENE abgedruckt, so z. B. in Karl Edlingers Buch nach oben "Darwin – auf den Kopf gestellt" und in der Neuerscheinung im Frühjahr 2010 von Karl Edlinger und Walter Weiss nach oben "(Un)intelligent Design – warum Gott die Welt nicht schöpfen konnte"; Sie finden die beiden Repliken auf Schönborns Ausritten auch als eigenständige Artikel auf dieser Homepage unter der Klickbox nach oben "Artikel" (des Verlegers).

Vehement läßt der Verlag auch gegen das "Opus Dei" anschreiben: von berufenen Autoren und Autorinnen, die dieser sektenähnlichen Organisation mit päpstlichem Wohlwollen entkommen sind – nicht unbeschadet (oder besser: geschädigt), wie ihre Leidensberichte leicht erkennen lassen. Sowohl der Autor als auch die – französische – nach oben Autorin der beiden Opus-Dei-Bücher des Verlages sind aber heute wieder selbstbewußte und -sichere Menschen geworden.

Gott sei Dank – und das schreibt Ihr bekennender Atheist, der alljährlich auf Exerzitien ins obersteirische Stift Seckau fährt, um dort das aufrichtige und aufrechte Basischristentum kennen- und mehr und mehr schätzenzulernen, für dessen Anliegen es sich sehr wohl auszahlt und wohl immer dafürstehen wird, als Verleger öffentlich das Wort zu ergreifen.

Venceremos!


 

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