Connewitzer Verlagsbuchhandlung Verlag

Die Connewitzer Verlagsbuchhandlung wurde 1990 von Peter Hinke im Leipziger Stadtteil Connewitz als Sortimentsbuchhandlung mit Verlag gegründet.Grundlage der Verlagstätigkeit war die Samisdatzeitschrift „Sno´Boy„, für deren Erscheinen im Untergrund zwischen 1988 und 1989 Peter Hinke verantwortlich zeichnete.

Mehrere Autoren des „Sno´Boy“ veröffentlichten später auch in der Connewitzer Verlagsbuchhandlung.

 

Das erste Verlagsprodukt war im September 1990 eine Zeitschrift, der „Connewitzer Kreuzer“, der 1991 im heute noch bestehenden Stadtmagazin „Kreuzer“ aufging. Die ersten Bücher erschienen 1992: „Ostberlin“ von Karin Wieckhorst, Barbara Köhler und Jayne-Ann Igel sowie „Plagwitz“ von Wolfgang Hilbig und Peter Thieme. Der Verlag profilierte sich mit Belletristik, Lyrik, Kunst, Regionalia und illustrierten Büchern.

 

Geprägt wird die Arbeit des Verlages seit seiner Gründung auch durch eine Verschränkung mit der Tätigkeit als literarische Buchhandlung, die im Laufe der Jahre – auch durch gemeinsame Veranstaltungen – viele sinn- und projektstiftende Begegnungen mit anderen literarischen Verlegern und Autoren brachte. Grundsätzlich verlegt die Connewitzer Verlagsbuchhandlung in schöner Ausstattung und arbeitet vorrangig mit Leipziger Gestaltern, Künstlern, Autoren, Buchbindern und Druckereien zusammen. Von der Stiftung Buchkunst wurden die Bücher bereits mehrfach ausgezeichnet, u.a. »Mit einem Reh kommt Ilka ins Merkur« (2005, 1. Preis als „Schönstes deutsches Buch“), »Edition Wörtersee« (2006, Prämierung), „Streumen« (2008, Prämierung). 1996 bekam der Band „Fotografien“ von Arno Fischer den „Deutschen Fotobuchpreis“ („Kodak-Preis“), 2012 erhielt »Bewohnbare Stadt« von Andreas Reimann den Rössing-Preis als »schönstes Textbuch über die Stadt und die Region Leipzig«. Bislang sind ca. 200 Bücher in der Connewitzer Verlagsbuchhandlung erschienen. 2015 wurde der Verlag mit dem „Förderpreis der Kurt Wolff Stiftung“ ausgezeichnet, 2019 mit dem Sächsischen Verlagspreis und 2021 mit dem Deutschen Verlagspreis.

 

https://www.cvb-leipzig.de/

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