Sie suchen Bücher, die begeistern und verführen – Bücher, mit denen man unsere Welt ganz neu entdeckt?
Bei uns finden Sie qualitativ hochwertige Reisebücher, Bildbände, Weltatlanten sowie reich illustrierte Sachbücher aus geografischen, ethnologischen, kulturellen und touristischen Themenbereichen. Einzigartige Farbfotos, informative Beschreibungen der Reiseorte und der herausragenden Natur- und Kulturmonumente weltweit – teilweise in Kombination mit detaillierter Kartografie – machen unsere Titel zu einer Inspirationsquelle für jeden Globetrotter.
Ferner bietet das umfangreiche KUNTH Verlagsprogramm eine große Auswahl an wunderschönen Kalendern sowie stilvolle und trendige Reiseführer, die neue Maßstäbe setzen.
Orientierung findet man mit der KUNTH Kartografie – sei es mit unseren Reisekarten, Straßenatlanten oder Weltatlanten.
1997 von Wolfgang und Calina Kunth unter dem Namen »Verlag Wolfgang Kunth« gegründet und 2012 in KUNTH Verlag umbenannt, erhielten Publikationen unseres Verlags über die Jahre zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den IMTA Gold Award (Best World Atlas), ITB BuchAwards und Gregor Calendar Awards (Gold und Silber 2015, Silber und Bronze 2016, Silber, Bronze sowie Publikumsfavorit 2017). Bei den ITB Awards 2016 wurde Wolfgang Kunth mit dem LifeTimeAward geehrt.

Ich habe mich mit einem Thema beschäftigt, das in der Kunstgeschichte bisher nicht beachtet worden ist, nämlich den grundlegenden Wandel im Wesen der Kunst in den letzten zweihundert Jahren. Die alte Kunst war ihrem Wesen nach Herrschaftskunst. Die Künstler, auch die großen, waren Diener der Mächtigen und versorgten sie mit den unentbehrlichen Prunkstücken, mit denen sich höfischer Glanz, Macht und der Anspruch auf die Ehrfurcht der Untertanen beweisen und Herrschaft festigen ließen. Heute sind die Künstler autonom. Sie dienen niemanden, werben sehnsüchtig um die Zuwendung des Publikums und um dessen Spaß an ihren Werken. Die neue Kunst ist ihrem Wesen nach hedonistisch.
Dieser Wesenswandel vollzog sich im Geiste der Aufklärung und unter dem Druck der Französischen Revolution im 19ten Jahrhundert noch schleichend und im 20sten Jahrhundert rasant. Die Werte, die die alte Kunst groß machten, ihre Schönheit, ihre Würde, ihre handwerkliche Vollendung, gingen Stück um Stück verloren. Heute werden die alten Kunstwerke in Museen als Kostbarkeiten gehütet oder, wenn es Bauwerke sind, unter Denkmalschutz gestellt oder nach Kriegsverlusten sorgfältig rekonstruiert, weil es keine neuen Werke gibt, die sie ersetzen könnten. Der Kunsttourismus lebt von der Bewunderung und Verehrung der alten Kunst.
Auch wenn uns die Einsicht nicht gefällt: Ohne die ständische Gliederung der Gesellschaften hätte es die große alte Kunst nicht gegeben, und zwar weltweit. Und dies nicht erst seit geschichtlichen Zeiten, sondern weit vor Tutenchamun schon tief in der Steinzeit. Dafür gibt es plausible evolutionäre Gründe. Vielleicht war die früheste Steinzeitkunst das Vehikel für den Einzug des Geistes in das menschliche Gehirn.
In meinem Buch „Die Kunst ist tot“ habe ich den evolutionären Ursprung der Kunst als Rangmerkmal, ihren Aufstieg in die Hybris fürstlicher und priesterlicher Machtrepräsentation und ihren Absturz in den intellektuellen Hedonismus der Gegenwart dargestellt.