Kunstbücher, die Maßstäbe setzen – dafür steht der Hirmer Verlag. Seit 1948, als Prof. Dr. Max Hirmer den Verlag gegründet hat, ist unser Haus immer höchster Qualität verpflichtet gewesen und dafür vielfach ausgezeichnet worden. Heute gehört der Hirmer Verlag mit seinem Stammsitz in München zu den weltweit renommiertesten Kunstbuchverlagen.
Die Themen unserer Bücher spannen den Bogen von Malerei, Fotografie und Architektur über Skulptur, Zeichnungen, Mode und Kulturgeschichte bis hin zu wissenschaftlichen Publikationsreihen und umfangreichen Werkverzeichnissen. In den vergangenen Jahren hat der Verlag, ohne die traditionellen Wurzeln wie Archäologie und Kunstgewerbe zu vernachlässigen, verstärkt den Bereich der zeitgenössischen Kunst ausgebaut.
In den breit gefächerten Programmen des Verlages bilden seine vielgerühmten Ausstellungskataloge eine einzigartige Konstante. Hier bewährt sich Hirmer als der kompetente Partner von Museen, Kunstgalerien und Universitäten. Mit den führenden Kunst- und Kulturstätten sind wir seit Jahren verbunden, sowohl im deutschsprachigen als auch im internationalen Raum. So verfügt der Verlag in Kooperation mit Thames & Hudson und University of Chicago Press über ein weltweites Vertriebsnetz für das umfangreiche englische Programm.
Stolz sind wir auf unsere Autorenbücher, die wir in langjähriger Vorbereitung in unserem Haus entwickeln und umsetzen und mit denen wir immer wieder Trends setzen. Und beinahe schon Tradition haben die Hirmer SammlerEditionen: Originalarbeiten, die nummeriert, signiert und in streng limitierter Auflage erscheinen.
Maßstäbe setzen heißt für uns, dass Inhalt, Bildqualität, eine stimmige grafische Umsetzung sowie exklusive Materialwahl immer an erster Stelle stehen. Wir setzen uns dafür ein, dass das wertvolle Kunstbuch unersetzlich bleibt.
»Hervorragende Bildbände zu Kunst, Fotografie und Architektur findet man bei der edlen Hochglanz-Adresse Hirmer.« Süddeutsche Zeitung
Literaturhinweis:
65 Jahre Hirmer Verlag. Geschichte und Bibliographie
Beiträge von Aenne und Albert Hirmer, Gottfried Knapp, Michael Krüger, Niklas Maak, Kay Segler und Thomas Zuhr

Ich habe mich mit einem Thema beschäftigt, das in der Kunstgeschichte bisher nicht beachtet worden ist, nämlich den grundlegenden Wandel im Wesen der Kunst in den letzten zweihundert Jahren. Die alte Kunst war ihrem Wesen nach Herrschaftskunst. Die Künstler, auch die großen, waren Diener der Mächtigen und versorgten sie mit den unentbehrlichen Prunkstücken, mit denen sich höfischer Glanz, Macht und der Anspruch auf die Ehrfurcht der Untertanen beweisen und Herrschaft festigen ließen. Heute sind die Künstler autonom. Sie dienen niemanden, werben sehnsüchtig um die Zuwendung des Publikums und um dessen Spaß an ihren Werken. Die neue Kunst ist ihrem Wesen nach hedonistisch.
Dieser Wesenswandel vollzog sich im Geiste der Aufklärung und unter dem Druck der Französischen Revolution im 19ten Jahrhundert noch schleichend und im 20sten Jahrhundert rasant. Die Werte, die die alte Kunst groß machten, ihre Schönheit, ihre Würde, ihre handwerkliche Vollendung, gingen Stück um Stück verloren. Heute werden die alten Kunstwerke in Museen als Kostbarkeiten gehütet oder, wenn es Bauwerke sind, unter Denkmalschutz gestellt oder nach Kriegsverlusten sorgfältig rekonstruiert, weil es keine neuen Werke gibt, die sie ersetzen könnten. Der Kunsttourismus lebt von der Bewunderung und Verehrung der alten Kunst.
Auch wenn uns die Einsicht nicht gefällt: Ohne die ständische Gliederung der Gesellschaften hätte es die große alte Kunst nicht gegeben, und zwar weltweit. Und dies nicht erst seit geschichtlichen Zeiten, sondern weit vor Tutenchamun schon tief in der Steinzeit. Dafür gibt es plausible evolutionäre Gründe. Vielleicht war die früheste Steinzeitkunst das Vehikel für den Einzug des Geistes in das menschliche Gehirn.
In meinem Buch „Die Kunst ist tot“ habe ich den evolutionären Ursprung der Kunst als Rangmerkmal, ihren Aufstieg in die Hybris fürstlicher und priesterlicher Machtrepräsentation und ihren Absturz in den intellektuellen Hedonismus der Gegenwart dargestellt.