Mitteldeutscher Verlag


Seit seiner Gründung im Jahr 1946 sind im Mitteldeutschen Verlag über 3.000 Titel von mehr als 1.000 Autoren erschienen. Diese Tradition setzen wir fort: Unser gegenwärtiges Buchprogramm bereichert die Sparten Reise, Kunst, Belletristik und Sach-/Fachbuch.

In unserem Reise-Segment finden Sie Stadt- und Reiseführer, Rad- und Wanderführer sowie Regionalführer mit dem Schwerpunkt »Burgen«. Ganz neu im Programm ist die Reihe »Die 99 besonderen Seiten der Stadt/Region …«, die den klassischen Führer ergänzt. Sie ist genau das Richtige für Entdecker, Flaneure, Hungrige, Durstige und Neugierige! Unsere Bildbände zu beliebten Reisezielen veredeln den Bücherschrank Reiselustiger – und Schreibtischreisender.

Unsere Leidenschaft im Bereich Kunst sind Fotobände, deren Sujets von der Aktfotografie bis hin zu – gerne auch etwas abseitigen – Spezialthemen reichen. Ein besonderes Faible haben wir für »Lost Places« bzw. »Vergessene Orte« und für Fotografie, die das Leben in der DDR widerspiegelt. Ergänzt wird dieses Segment durch eine neue Reihe mit Künstlerporträts und durch Ausstellungskataloge.

In unserem Belletristik-Programm hat anspruchsvolle deutsche Gegenwartsprosa ebenso einen Platz wie niveauvolle Unterhaltungsliteratur. Übersetzungen von im deutschsprachigen Raum noch unentdeckten Schätzen der Weltliteratur kleiden wir in unserer »Bibliothek der Entdeckungen« in ein bibliophiles Gewand‚ und geben ihnen damit erstmals eine Chance, die deutschsprachige Leserschaft zu erobern. Der Bereich Belletristik umfasst außerdem Biografien und Erinnerungen von Ausnahmepersönlichkeiten.

In unserem Segment Sach-/Fachbuch finden Sie populäre Sachbücher ebenso wie das Fachbuch mit neuesten wissenschaftlichen Forschungsergebnissen. Unsere Schwerpunkte in diesem Bereich sind die deutsche Zeitgeschichte (DDR) sowie die Frühe Neuzeit (Aufklärung). Neben eingeführten wissenschaftlichen Reihen zur Landes-, Regional- und Stadtgeschichte sowie Archivveröffentlichungen und Quelleneditionen erscheinen bei uns Publikationen zu gesellschaftlich aktuellen Themen sowie zu geisteswissenschaftlichen Fragestellungen.

Von Mitteldeutschland aus schauen wir über den Tellerrand.
Deshalb zeichnet sich unser Programm durch große Vielfalt aus.
Am besten stöbern Sie selbst in den von Ihnen bevorzugten oder für Sie interessanten Segmenten.

http://www.mitteldeutscherverlag.de/

One thought on “Mitteldeutscher Verlag

  1. Ich habe mich mit einem Thema beschäftigt, das in der Kunstgeschichte bisher nicht beachtet worden ist, nämlich den grundlegenden Wandel im Wesen der Kunst in den letzten zweihundert Jahren. Die alte Kunst war ihrem Wesen nach Herrschaftskunst. Die Künstler, auch die großen, waren Diener der Mächtigen und versorgten sie mit den unentbehrlichen Prunkstücken, mit denen sich höfischer Glanz, Macht und der Anspruch auf die Ehrfurcht der Untertanen beweisen und Herrschaft festigen ließen. Heute sind die Künstler autonom. Sie dienen niemanden, werben sehnsüchtig um die Zuwendung des Publikums und um dessen Spaß an ihren Werken. Die neue Kunst ist ihrem Wesen nach hedonistisch.
    Dieser Wesenswandel vollzog sich im Geiste der Aufklärung und unter dem Druck der Französischen Revolution im 19ten Jahrhundert noch schleichend und im 20sten Jahrhundert rasant. Die Werte, die die alte Kunst groß machten, ihre Schönheit, ihre Würde, ihre handwerkliche Vollendung, gingen Stück um Stück verloren. Heute werden die alten Kunstwerke in Museen als Kostbarkeiten gehütet oder, wenn es Bauwerke sind, unter Denkmalschutz gestellt oder nach Kriegsverlusten sorgfältig rekonstruiert, weil es keine neuen Werke gibt, die sie ersetzen könnten. Der Kunsttourismus lebt von der Bewunderung und Verehrung der alten Kunst.
    Auch wenn uns die Einsicht nicht gefällt: Ohne die ständische Gliederung der Gesellschaften hätte es die große alte Kunst nicht gegeben, und zwar weltweit. Und dies nicht erst seit geschichtlichen Zeiten, sondern weit vor Tutenchamun schon tief in der Steinzeit. Dafür gibt es plausible evolutionäre Gründe. Vielleicht war die früheste Steinzeitkunst das Vehikel für den Einzug des Geistes in das menschliche Gehirn.
    In meinem Buch „Die Kunst ist tot“ habe ich den evolutionären Ursprung der Kunst als Rangmerkmal, ihren Aufstieg in die Hybris fürstlicher und priesterlicher Machtrepräsentation und ihren Absturz in den intellektuellen Hedonismus der Gegenwart dargestellt.

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