A1 Verlag

 

Hervorgegangen ist der A1 Verlag aus dem inzwischen legendären »Aktionsraum 1«, der von Oktober 1969 bis Oktober 1970 bildenden Künstlern (u. a. Brus, Dibbets, Fabro, Gerz, Höke, Nitsch, HA Schult, Penone) in einer 300 qm großen Fabrikhalle in München Raum für ihre Aktionen bot. Im darauf folgenden Jahr kam es zur Gründung der A1 Informationen Verlagsgesellschaft GmbH, die u. a. Konzepte für Kindersendungen im Fernsehen erarbeitete, im frühpädagogischen Bereich die erste Modell-Vorschule der Bundesrepublik schuf und als Setzerei und Druckerei Bücher, Zeitungen, Zeitschriften und Plakate produzierte.

Erst 1990 gründeten Albert Völkmann, Inge Holzheimer und Herbert Woyke den eigentlichen Buchverlag, der seitdem unter dem Namen A1 Verlag ein überwiegend belletristisch-literarisches Programm veröffentlicht. Gleich die zweite Publikation des Verlags, »Sie haben etwas vergessen. Literarische Reportagen«, wurde von der Stiftung Buchkunst als eines der schönsten Bücher des Jahres ausgezeichnet.

Bis 1995 wurden fast alle Bücher auf der verlagseigenen Original Heidelberger Offset Druckmaschine KORD 46 x 64 hergestellt. Eine stimmige und überzeugende Gestaltung von Satz, Einband und Umschlag jedes einzelnen Buches sowie die Entsprechung von Form und Inhalt sind bis heute wesentlich für die Ausstattung der A1 Bücher.

Zu den ersten Autoren gehörten Adel Karasholi und Galsan Tschinag. Sie stehen für einen der Schwerpunkte des Verlags: in deutscher Sprache schreibenden ausländischen Autoren ein literarisches Forum zu geben. Beide, Karasholi und Tschinag, erhielten 1992 für ihr Werk den Adelbert-von-Chamisso-Preis.

Mit den Photonovellen »Das Glück. Eine Reise in Nähe und Ferne« erschien 1994 das erste Buch des renommierten Schriftstellers Günter Herburger im A1 Verlag. Herburger, eine der wichtigsten Stimmen der deutschen Nachkriegsliteratur, hat in A1 einen neuen Hausverlag gefunden und ist mit bisher sieben Publikationen ein fester Bestandteil des Programms.

Eine wesentliche Säule des Verlags bildet eine Reihe von international anerkannten Schriftstellern und Poeten wie u. a. Dilip Chitre (Indien), Mahmoud Darwish (Palästina), José Eduardo Agualusa (Angola), Thomas King (Kanada), Ana Paula Maia (Brasilien), Hassouna Mosbahi (Tunesien), Kiran Nagarkar (Indien) und Ngũgĩ wa Thiong´o (Kenia). Neben dem Bemühen um eine sorgfältige Übersetzung und der Neugierde auf die Literatur anderer Länder spielt auch hier der persönliche Kontakt und die Autorenpflege eine besondere Rolle.

Außerdem ist ein schmales, aber erfolgreiches Sachbuchprogramm entstanden, das u. a. durch den Ratgeber »sich das Leben nehmen – Alkoholismus aus der Sicht eines Alkoholikers« von Jürgen Heckel repräsentiert wird.

info@a1-verlag.de

 

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