Hier kommen zwei frische Ideen …

Hier kommen zwei frische Ideen für die Mitglieder von „Kleinfairlage“ vom Mitglied „Libros Anaconda, Spanien“ … Anregungen, Kommentare und Vorschläge zur Umsetzung herzlich willkommen!

 

Nummer 1: Lagerhaltung – wohin mit dem ganzen Bestand?

 

Sie kennen das Problem sicher auch: Mit dem Verlag wächst stetig der Lagerbedarf. Irgendwann stößt man an seine Grenzen. Wohin mit dem ganzen Verpackungsmaterial, den Buchstapeln und sonstigen Bürokram?

 

Freilich, man kann seine Bücher in Kleinmengen drucken lassen, um Platz zu sparen … nur wird der Stückpreis bei der Druckerei aufgrund der kleineren Bestellmenge dann eben auch teurer. Außerdem hat man öfters die Versandkosten zu tragen; zumindest dann, wenn Druckerei und Verlag sich nicht im selben Land befinden. Außerdem müssen die Bücher jederzeit lieferbar sein – bei zu geringen Bestellmengen kann es da eng werden.

 

Natürlich können Sie Lagerplatz mieten oder die Bestände beispielsweise Amazon zur Lagerung und zum versandkostenfreien Versand an Kunden übergeben – doch kosten beide Möglichkeiten unangemessen viel Geld, und ich persönlich verspüre auch keine Lust, einen Großkonzern durch die Gebühren noch reicher zu machen. Der Buchmarkt wird ohnehin schon zu sehr dominiert und gegängelt.

 

Nach meinem Verständnis ist Kleinfairlage auch dazu da, dass ein Umdenken stattfinden kann. Alternativen sind Trumpf; es gilt, ein bisschen zusammenzurücken, damit wir „Kleinen“ gemeinsam stärker werden können. Ich denke, jeder von uns hat schon bemerkt, dass bloßes Konkurrenzverhalten eher schadet. Das ist auch gar nicht zielführend, denn schließlich hat jeder von uns Mitgliedern ein ganz individuelles Angebot für die Leser.

 

Daher meine Frage: Hat vielleicht irgendeines der Mitglieder von Kleinfairlage in Deutschland viel Lagerraum und/oder unausgelastete Kapazitäten (Personal, Platz und Material) zur Verfügung, die er anderen gegen einen fairen Obolus anbieten könnte? So könnten beispielsweise Kleinverlage aus Österreich, der Schweiz oder Spanien ihren Lagerbestand dorthin transferieren, wodurch Versandkosten und Postlaufzeiten erheblich reduziert werden könnten, und zwar auch ohne von Amazon etc. abhängig zu sein. Kleinstverlagen aus Deutschland wäre damit sicher auch geholfen.

 

Für mich wäre es eine nette Vorstellung, ein paar Kartons mit Büchern zu einem vertrauenswürdigen Kollegen zu schicken, der dann Lagerung und Versand gegen Gebühr übernimmt. Selbstverständlich wäre ich auch offen für Ideen, mit denen ich hier in Spanien anderen Verlagen weiterhelfen könnte!

 

 

 

Nummer 2: Marketing – wie findet ein Leser haargenau das gewünschte Buch?

 

Wir wissen alle, wie riesig das Überangebot an neuen Büchern ist, das jedes Jahr auf den Messen vorgestellt wird. Mit Sicherheit haben auch kleine Verlage sehr lesenswerte Bücher, die denen der Konzerne in nichts nachstehen. Im Gegenteil, sie folgen oft nicht so sehr dem Mainstream, bedeuten Vielfalt.

 

Aber: woher soll der potentielle Leser das wissen, wenn er nichts von diesen schriftstellerischen Juwelen erfährt? Wir "Kleinen" haben ganz einfach nicht die notwendigen Marketingmöglichkeiten!

Vielleicht gibt es aber auch für dieses Problem eine Lösung: eine Leser-Suchmaschine, die über eine eigene Website betrieben wird. Man müsste einen fähigen und kostengünstigen Programmierer auf eine Website ansetzen, die in etwa wie eines der zahllosen Vergleichsportale funktioniert. Nur dass in diesem Fall das komplette Buchangebot (z. B. das im VlB enthaltene) nach den Vorgaben des Buchkäufers durchgefiltert wird. Soll heißen, dass der Leser seine Vorlieben über das Internet detailliert auf solch einer Website eingibt. Er kreuzt in Fragelisten an, was das Buch inhaltlich, vom Umfang und vom Thema her genau enthalten soll.

 

Beispiel, vereinfacht dargestellt: Kriminalroman – kein Psychokrimi – unter 400 Seiten – anspruchsvoll – spielt im Norden – Autor egal – Preis unter 20 Euro.

 

Aus den Metadaten bekommt er dann eine Liste mit Buchvorschlägen, aber quer durch alle lieferbaren Verlagsangebote. Ganz unabhängig von Bestsellerlisten, die suggerieren wollen, was ein Interessent gefälligst zu lesen hat.

 

Vielleicht hat irgendein Kleinverlag einen fähigen Programmierer, der so etwas ins Leben rufen könnte … wenn man sich ansieht, welchen Erfolg all diese Vergleichsportale zurzeit haben – wieso nicht für den Buchmarkt hiervon profitieren?

 

Falls noch andere Mitglieder diese Idee gut finden, könnte man sich mal mit dem VlB unterhalten, was die für den Zugang zu ihren Datenbanken fordern würden … mithilfe einer Schnittstelle wäre die Nutzung sicher realisierbar.

 

 

 

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