Edition Akanthus

Goethes Gartenhaus am Stern, Barockschloß Rammenau, Burg Kriebstein, das Schneeberger Reformationsretabel von Lucas Cranach d.J., der Wittenberger Reformationsaltar, die Zehn-Gebote-Tafel aus dem Lutherhaus, das Altarretabel aus der Katharinenkirche Zwickau, die Biografie zu Lucas Cranach dem Jüngeren – dies sind die bisherigen Bände aus der Reihe „Schätze Mitteldeutschlands“. Weitere werden folgen – mit Neugierde auf neue Themen, neue Motive und mit dem Vergnügen und der ungebremsten Lust am Büchermachen. Unsere schönen, mit Sachkunde und Leidenschaft geschriebenen, liebevoll gestalteten, ordentlich gedruckten und gut gebundenen Bücher sind Weggefährten, Quelle, Reisebegleiter, Kunstführer und meist auch ein Fotografie-Band. Weimar, Wittenberg, Dessau, Salzwedel, Leipzig, Magdeburg und Jerichow, Landsberg und Paulinzella, Moritzburg bei Dresden, Delitzsch und das kleine Podelwitz, Nordhausen und Buchenwald bei Weimar – diese Namen stehen für die unterschiedlichsten Erinnerungen und sind ein Teil dessen, was Mitteldeutschland prägt. Luther und Cranach gehören hier her – wir sind im Land der Reformation – freuen Sie sich mit uns auf die Entdeckungen der Landschaften, auf wichtige Schriften, auf großartige Bilder und Drucke. Die Anhaltische Landesbücherei Dessau hat Ihre „Cranach-Bibeln“ zurück und wenn Sie durchs Land reisen, schauen Sie dort vorbei. Wunder gibt es; sie verbergen sich, wie ich es mir und Ihnen wünsche, zwischen Buchdeckeln…

 

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One thought on “Edition Akanthus

  1. Ich habe mich mit einem Thema beschäftigt, das in der Kunstgeschichte bisher nicht beachtet worden ist, nämlich den grundlegenden Wandel im Wesen der Kunst in den letzten zweihundert Jahren. Die alte Kunst war ihrem Wesen nach Herrschaftskunst. Die Künstler, auch die großen, waren Diener der Mächtigen und versorgten sie mit den unentbehrlichen Prunkstücken, mit denen sich höfischer Glanz, Macht und der Anspruch auf die Ehrfurcht der Untertanen beweisen und Herrschaft festigen ließen. Heute sind die Künstler autonom. Sie dienen niemanden, werben sehnsüchtig um die Zuwendung des Publikums und um dessen Spaß an ihren Werken. Die neue Kunst ist ihrem Wesen nach hedonistisch.
    Dieser Wesenswandel vollzog sich im Geiste der Aufklärung und unter dem Druck der Französischen Revolution im 19ten Jahrhundert noch schleichend und im 20sten Jahrhundert rasant. Die Werte, die die alte Kunst groß machten, ihre Schönheit, ihre Würde, ihre handwerkliche Vollendung, gingen Stück um Stück verloren. Heute werden die alten Kunstwerke in Museen als Kostbarkeiten gehütet oder, wenn es Bauwerke sind, unter Denkmalschutz gestellt oder nach Kriegsverlusten sorgfältig rekonstruiert, weil es keine neuen Werke gibt, die sie ersetzen könnten. Der Kunsttourismus lebt von der Bewunderung und Verehrung der alten Kunst.
    Auch wenn uns die Einsicht nicht gefällt: Ohne die ständische Gliederung der Gesellschaften hätte es die große alte Kunst nicht gegeben, und zwar weltweit. Und dies nicht erst seit geschichtlichen Zeiten, sondern weit vor Tutenchamun schon tief in der Steinzeit. Dafür gibt es plausible evolutionäre Gründe. Vielleicht war die früheste Steinzeitkunst das Vehikel für den Einzug des Geistes in das menschliche Gehirn.
    In meinem Buch „Die Kunst ist tot“ habe ich den evolutionären Ursprung der Kunst als Rangmerkmal, ihren Aufstieg in die Hybris fürstlicher und priesterlicher Machtrepräsentation und ihren Absturz in den intellektuellen Hedonismus der Gegenwart dargestellt.

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