Edition Ringer

Edition Ringer ist ein junger und unabhängiger Verlag, der sich zum Ziel gesetzt hat fundiert und verständlich Informationen zu aktuellen Themen, Erkenntnissen und Problemstellungen aus Geschichte, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft zu vermitteln. Dazu zählt auch die Zusammenstellung und Publikation wissenschaftlicher sowie gesellschaftlicher Themen abseits des Mainstreams. Der große Erfahrungsschatz des Teams rund um Verlagsleiter Markus Ringer, verbunden mit hohem Qualitätsanspruch, Verantwortungsbewusstsein und investigativem Engagement, sind hierbei kennzeichnend. Das Verlagsprogramm richtet sich an interessierte und wissensdurstige Leserinnen und Leser, die ihr Wissen vertiefen möchten und bereit sind für einen offenen Dialog mit neuen Erkenntnissen und Betrachtungsweisen. Eine Besonderheit in der Geschäftstätigkeit von Edition Ringer stellt die auf Wunsch individuelle Anpassung verlagseigener Produktionen an die Vertriebs- und Marketingstrategien von Unternehmen, Stiftungen und Kommunen, dar.

 

 

One thought on “Edition Ringer

  1. Ich habe mich mit einem Thema beschäftigt, das in der Kunstgeschichte bisher nicht beachtet worden ist, nämlich den grundlegenden Wandel im Wesen der Kunst in den letzten zweihundert Jahren. Die alte Kunst war ihrem Wesen nach Herrschaftskunst. Die Künstler, auch die großen, waren Diener der Mächtigen und versorgten sie mit den unentbehrlichen Prunkstücken, mit denen sich höfischer Glanz, Macht und der Anspruch auf die Ehrfurcht der Untertanen beweisen und Herrschaft festigen ließen. Heute sind die Künstler autonom. Sie dienen niemanden, werben sehnsüchtig um die Zuwendung des Publikums und um dessen Spaß an ihren Werken. Die neue Kunst ist ihrem Wesen nach hedonistisch.
    Dieser Wesenswandel vollzog sich im Geiste der Aufklärung und unter dem Druck der Französischen Revolution im 19ten Jahrhundert noch schleichend und im 20sten Jahrhundert rasant. Die Werte, die die alte Kunst groß machten, ihre Schönheit, ihre Würde, ihre handwerkliche Vollendung, gingen Stück um Stück verloren. Heute werden die alten Kunstwerke in Museen als Kostbarkeiten gehütet oder, wenn es Bauwerke sind, unter Denkmalschutz gestellt oder nach Kriegsverlusten sorgfältig rekonstruiert, weil es keine neuen Werke gibt, die sie ersetzen könnten. Der Kunsttourismus lebt von der Bewunderung und Verehrung der alten Kunst.
    Auch wenn uns die Einsicht nicht gefällt: Ohne die ständische Gliederung der Gesellschaften hätte es die große alte Kunst nicht gegeben, und zwar weltweit. Und dies nicht erst seit geschichtlichen Zeiten, sondern weit vor Tutenchamun schon tief in der Steinzeit. Dafür gibt es plausible evolutionäre Gründe. Vielleicht war die früheste Steinzeitkunst das Vehikel für den Einzug des Geistes in das menschliche Gehirn.
    In meinem Buch „Die Kunst ist tot“ habe ich den evolutionären Ursprung der Kunst als Rangmerkmal, ihren Aufstieg in die Hybris fürstlicher und priesterlicher Machtrepräsentation und ihren Absturz in den intellektuellen Hedonismus der Gegenwart dargestellt.

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