Gina Klingelschmitt / Red Sky → The beginning of the witchhunt / Leseprobe

Exposé

 

Das große Thema im Buch ist die Hexenjagd. Die Handlung spielt in der Zeit von 1649 bis 1669 direkt nach dem Dreißigjährigen Krieg in Regensburg.

Es beginnt mit der Geburt des Kindes Thommes, Sohn von Annalia und Tyler Carter. Die Mutter starb bei der Geburt des Kindes. Das Leben von Thommes wird bis zu seinem Tod geschildert. Er wie auch sein Vater Tyler sind Hexenjäger und Priester. Der beste Freund der Familie ist Benjamin Roth; seine Frau Mariella wurde ermordet, seitdem ist er gut mit der Familie Carter befreundet. Jedes Jahr wird aus der Sicht einer Person erzählt. Tyler heiratet erneut und bekommt eine Tochter namens Elisabeth mit seiner neuen Frau Desirée, aber die Liebe hält nicht lange. Die Familienmitglieder der Frauen von Tyler sterben. Es wird gezeigt, wie man die Frauen gequält hat bis zu ihrem Geständnis und bis zu ihrer Hinrichtung. Thommes übernimmt die Arbeit seines Vaters. Im Gegensatz zu diesem macht er die Arbeit als Hexenjäger aber nicht gern.

In dem Buch gibt es richtige Hexen und Frauen, die angezeigt wurden, obwohl sie keine richtigen Hexen sind. Die Mutter von Thommes war eine Halb-Hexe, da ihre Mutter eine richtige Hexe war. Es gibt gute und böse Hexen, man nennt sie auch weiße und schwarze Hexen. Die Hexen haben ihre eigene Sprache und Grammatik, wie eine Hexenbibel, die man nur übersetzen kann, wenn man die Sprache beherrscht oder einen Duden hat. Sie haben auch ihre eigenen Schriftzeichen und eine eigene Aussprache der Buchstaben.

Thommes findet eine Freundin, die auch ein Geheimnis versteckt. Ihr Name ist Sue und er zeigt ihr seine Welt. Obwohl sie darüber erschrocken ist, heiraten sie und leben zusammen in einem Haus. Eines Nachts wird Sue aus dem Schlaf gerissen, weil sie wegen Hexerei angeklagt wurde. Sie flieht und Tyler muss sie einfangen, aber sie bekommt Hilfe von Thommes. Dieser wird wegen Rufmords angezeigt und sie werden beide in den Kerker gebracht. Sue hatte Thommes verschwiegen, dass sie eine Hexe ist. Sie wird zum Tode verurteilt, Thommes soll wegen Rufmords hingerichtet werden. Beide sollen zusammen verbrannt werden am Scheiterhaufen. Weder Tyler noch Benjamin wollen es tun. Die zwei stehen am Scheiterhaufen und warten auf ihre Hinrichtung. Es endet, ohne dass man weiß, ob die beiden hingerichtet werden.

Wahre Liebe kann man nicht zerstören, sondern nur verstärken, wird am Ende gesagt, und so endet es.

 

 

 

Leseprobe

 

Kapitel 9 Sue 1669

 

Ich erschrak, schupste Tyler weg und lief um mein Leben. Der Hexenjäger Tyler Carter ist hinter mir her. Er hat mein Geheimnis entdeckt und ich soll dafür mit meinem Leben bezahlen. Ich bin nämlich eine Hexe. Plötzlich fiel ich hin und vor mir taucht das Gesicht von Thommes auf. Er sieht mich an und zieht mich hoch. Zusammen liefen wir fort und bogen in einen Tunnel ab. Tyler lief auch in den Tunnel und blieb verdutzt stehen. „Wo seit ihr?,“ fragte er. Thommes und ich bressten uns in eine Rille und hielten die Luft an. Wir hörten Tylers Schritte….

 

Kapitel 1 Tyler 1649

 

Nach dem der 30 jährige Krieg vorbei war, entstand eine neue Glaubensrichtung: die Protestanten. Es war Markt in der Stadt. Eine junge Frau rempelte mich an. Sie fiel zu Boden und ich gab ihr meine Hand. „Es tut mir leid,“ sagte sie. „Sie haben mir nichts gemacht. Wer sind sie?,“ fragte ich die Frau. Zitternd sagte sie: „Annalia McCartney. Tochter von einem reichen Grundherren. Und sie?“ „ Ich bin einer der katholischen Priester in der Stadt und mein Name ist Tyler Carter. Es ist mir eine ehre sie kennen zu lernen.“ Ich verliebte mich direkt in die hübsche Frau. Ihre wunderschönen grüne Augen, ihr langes blondes Haar und ihre schöne Figur. „Möchten sie mit mir nach Hause gehen,“ fragte ich sie. Sie schaute mich verwundert an. „Ich müsste erst mal meinen Vater fragen. Er lässt mich bestimmt mit gehen,“ antwortete sie. Ihr Vater kam um die Ecke und sah mich an. „Guten Tag Herr Carter,“ sagte er und ich fragte aufgeregt: „Dürfte ich ihre Tochter zu mir nach Hause mit nehmen?“ „Ich vertraue ihnen. Sie dürfen meine Tochter mit zu ihnen nehmen. Passen sie gut auf sie auf.“ Ich nahm sie an die Hand und führte sie mit mir. „Hier wohne ich. Treten sie ein,“ sagte ich. „Sie haben ein großes Haus für eine Person oder wohnen hier noch deine Eltern?,“ fragte sie. „Meine Eltern starben im Krieg.“ Immer wenn ich über meine Eltern redete fühlte ich mich unwohl und traurig. Ich hatte nur sie und keine Geschwister. „Ohh. Dass wusste ich nicht,“ sagte sie. Wir standen im Eingangsbereich und meine Haushälterin kam und sagte: „Ich habe alle Aufgaben erledigt.“ „Gut. Sie haben bis zum Abendessen frei,“ sagte ich. Eine Haushälterin kümmert sich um alle Aufgaben im Haus, wie Putzen, kochen oder um die Wäsche. Zum Glück habe ich eine. Sie ist schon seit fünf Jahren bei mir. Ich nahm Annalia und wir gingen in den Salon. „Deine Wohnung ist so groß und schön,“ sagte sie. Ich habe alte Holzmöbel aus dem 15. Jahrhundert. „Ich liebe solche Möbel. Kann ich das ganze Haus sehen?,“ fragte sie. „Ich kann dir nächstes mal alles zeigen, weil wir nicht so viel Zeit haben. Kann ich ihnen was zum Trinken anbieten?,“ fragte ich sie. „Ja, dass wäre so lieb. Haben sie Rotwein?“ „Ja. Ich habe Rotwein aus Frankreich. Warte ich hole Gläser und die Flasche,“ antwortet ich. Sie schaute sich ganz genau denn einen Raum an und sagte: „Dein Salon ist größer als meiner und erst die Möbel. So was habe ich nicht und von außen sah ihr Haus auch so groß aus. Ihr Haus ist größer als meins,“ begann sie zu erzählen und das Ende flüsterte sie mir zu, „ich mag sie.“ Sie umarmte mich und küsste mich. „Ich hab mich in sie verliebt,“ sagte sie. „Ich mich auch in dich,“ sagte ich zu ihr. Noch nie verging die Zeit so schnell vorbei. „Ich muss so langsam gehen. Wir treffen uns morgen um die gleiche Zeit am gleichen Ort. Machen sie es gut,“ sagte sie. Ich begleitete sie bis zur Tür und verabschiedete mich. Am Abend kam meine Haushälterin und machte Essen. „Ich glaube ich bin verliebt,“ sagte ich. „Dass ist, aber schön. Ich frage nur ungern, aber wie alt sind sie?“ „Dass ist nicht schlimm. Ich bin 30 Jahre alt,“ antwortete ich. Am nächsten Tag stand ich pünktlich am Marktplatz und wartete. Nach 20 Minuten kam Annalia und umarmte mich zur Begrüßung. „Entschuldigung.“ Ich schaute sie verdutzt an und sie sagte: „Für die Verspätung.“ Ich lächelte sie nur an und ich fragte: „Sollen wir was essen gehen? Ich lade dich ein.“ Um die Ecke ist eine kleine Kneipe. „Guten Tag Herr Carter. Bitte folgen sie mir. Ich habe einen guten Platz für sie,“ sagte der Kneipenbesitzer. „Ich bin oft hier und er kennt mich schon,“ sagte ich. „Ich auch. Meine Eltern möchten dich am Sonntag zum Tee einladen?,“ fragte Annalia. „Gerne, aber Sontag da kann ich nicht, weil ich in der Kirche Predigt halten muss. Geht es auch am Samstag?“ „Da müsste ich meinen Vater fragen,“ sagte sie traurig. „Okay. Mal so eine Frage: welcher Glaub hast du?“ Sie schaute mich nur an und sagte zitternd: „Bitte sei nicht sauer. Ich bin eine Protestantin.“ Ich erschrak und konnte nicht antworten. Protestanten werden gejagt und umgebracht oder sie lassen sich umtaufen. „Ich kann mich umtaufen lassen. Ich möchte nur dich. Bitte sag was,“ sagte Annalia. Immer noch schwieg ich. Ich bin so sauer auf sie. „Bitte sag was.“ Ich stand auf und ging raus. „Wieso gehst du? Ich bin hier und mein Gott antworte mir mal,“ schrie Annalia mir hinter her. „Annalia hättest es mir gestern erzählen sollen, weil ich so was hasse. Weißt du nicht was passieren kann?,“ schrie ich sie an. „Bitte beruhig dich. Ich wollte es dir doch sagen,“ sagte Annalia. Ich zerrte sie in eine ruhige Ecke und sagte sauer: „Du wirst dich sofort umtaufen lassen oder es ist vorbei mit uns. Wir sehen uns morgen um drei hier.“ Sie nickte und ging weg. Ich war so sauer auf sie. Sie hätte es mir ja sofort erzählen sollen und nicht erst wenn ich sie frage. Mein Vater kannte mich gut und wusste wie ich reagiere auf so was. Ich wurde in meinem Leben schon oft belogen. Sie hatte Glück, dass ich nicht ausgerastet bin. Am nächsten Tag stand sie pünktlich da. „Annalia hast du dich entschieden?,“ fragte ich. „Ja. Ich werde mich umtaufen lassen,“ unterbrach sie und redete weiter,„Katholisch. Ich darf von meinen Eltern und meine ganze Familie möchte auch umgetauft werden von dir. Bitte taufe uns bitte um und am Samstag geht Tee trinken klar,“ antwortete sie. Ich sah ihr an, dass sie aufgeregt war. Bestimmt wegen diesem Gespräch. Sie nahm mich an der Hand und nahm mich mit nach Hause. „Hallo Mama und Papa. Mein Freund Tyler ist da,“ schrie sie laut stark vor dem Haus. Die Tür ging auf und so ein kleiner Wicht stand da. Er sagte: „Du sollst leise sein.“ „Jaja. Komm wir gehen rein. Und das da ist mein Bruder Carl.“ Carl sah mich an. Er hatte so einen schiefen Blick an sich. „Annalia hör mal auf zuschreien immer. Ich bin Anna ihre Mutter.“ Eine Frau stand an der Tür. Sie sieht aus wie Annalia. „Und ich bin Lian. Ihr Vater. Willkommen bei der Familie McCartney. Ich kenne sie von der Kirche. Oft bin ich sonntags in der Kirche. Wir sind Protestanten wollen aber katholisch werden. Sind sie so nett und taufen uns um?“ Der Vater von Annalia gefällt mir jetzt schon von seiner lockeren Art. Annalia kommt bestimmt von dem Namen Anna und Lian. Ich überlegte kurz, schaute mich um und kam zum Entschluss: „Ihr werdet getauft. Am Sonntag in der Kirche. Seit ihr nicht da bleibt ihr so wie ihr seid und ich bin durch mit euch. Die Mutter ging auf die Knie und sagte: „Danke. Sie sind der richtige Mann für meine Tochter“ „Ich möchte gern ein Vater und Stiefsohn Gespräch führen. Kommen sie mit,“ sagte Lian. Wir gingen in einen kleinen Raum. „Sehr schöner Raum,“ sagte ich. „Möchten sie ein Glas Whisky?“ „Ja möchte ich gerne. Und was möchten sie jetzt von mir?,“ fragte ich. „Ich möchte, dass sie um die Hände meiner Tochter anhalten,“ antwortete er. Ich war still, soweit wollte ich noch nicht gehen. Erschrocken schaute ich ihn an. „Was halten sie davon?“ Ich war immer noch still. „Sie sind kein großer Redner? Meine Tochter ist 25 und sie sind bestimmt älter?“ Ich blieb immer noch still. „Jetzt reden sie mal endlich!“ „Darf ich nicht mal überlegen? Ich bin 30 und von mir aus können wir heiraten,“ sagte ich. „Endlich bekomme ich einen Stiefsohn.“ „Aber es gibt noch eine Sache: ihr müsst katholisch werden und dann können wir heiraten ,“ sagte ich. „Ja, wir werden uns umtaufen lassen.“ „Ich werde am Sonntag den Gottesdienst machen und die Taufe, aber erst mal muss ich es planen,“ sagte ich. Wo wir wieder im Eingangsbereich waren sagte Lian: „Meine Tochter Annalia wird Tyler heiraten.“ Es war kurz still. „Was Papa?,“ schrie sie. „Sag nichts. Du wirst ihn heiraten.“ „Ich möchte ihn doch heiraten, aber es kommt alles so schnell,“ schrie sie glücklich. Ich sah ihre Mutter an. Sie grinste über das ganze Gesicht, weil sie glücklich war. „Wir sehen uns am Sonntag in der Kirche sehn. Seit bitte pünktlich und zieht euch sachgemäß an,“ sagte ich und ging. Ich konnte es immer noch nicht glauben, dass ich heiraten werde und so schnell. Am Sonntag war die Familie pünktlich da. „Heute wird die Familie McCartney umgetauft,“ sagte ich in der Kirche. Die Kirche war mal wieder voll, weil wer nicht auftaucht, wird zuhause aufgesucht und man schaut warum man nicht kommt. Bei Krankheit oder Schwangerschaft sagt man nichts, aber bei schwänzen da sagt man was. Man wird bestraft am Pranger gestellt. Einen ganzen Tag, weil man bestraft wird. „Liebe Familie McCartney bitte kommen sie nach vorne,“ sagte ich. Ich konnte sehen, dass alle Angst hatten und aufgeregt waren. Nach und nach nahm ich alle dran und dann war es getan. Der Gottesdienst dauerte eine ganze Stunde, wie immer eigentlich. „Danke Tyler. Sie haben uns gerettet und noch nie waren wir so dankbar,“ sagte Lian. „In einer Woche findet die Hochzeit statt,“ sagte Anna. Heute waren zwei Personen nicht zum Gottesdienst erschienen und was dann passiert? Man braucht eine gute Ausrede oder man hat Pech. Die Kirche verurteilt einen und nicht die Wachen vom König. Aber heute sagten wir nur: „Noch einmal so was und ihr landet im Gefängnis oder werdet hingerichtet.“ Das macht man nicht noch mal, aber so hart sind wir ja nicht. Wenn jemand am Pranger steht, weiß man wer was falsch gemacht hat. Man darf die Leute beleidigen oder mit foulen Obst oder Gemüse abwerfen. Die Woche verging wie im Fluge. Heute ist mein größter Tag, ich heirate. Noch nie war ich so aufgeregt wie heute. Die ganze Gemeinde war da und wir wurden vom Priester Caslen getraut. Eigentlich dürfen Priester nicht heiraten, aber ich habe noch keine volle Zulassung. Ich darf nur Gottesdienste machen und taufen, aber noch niemanden verheiraten. „Ich begrüße das Brautpaar, die Familie und die Gemeinde. Wir haben uns heute versammelt um zwei Leute für immer zu vereinen. Tyler Carter und Annalia McCartney.“ Wir sahen uns in die Augen. „Annalia zuerst frage ich sie, möchtest sie den anwesenden Tyler lieben, achten und beschützen? Ihm die Ewige Treue schwören, wie in guten und in schlechten Tagen? So antworten sie mit ja, ich will.“ „Ja, ich will,“ sagte Annalia. „Und jetzt frage ich dich Tyler, möchtest sie die anwesende Annalia lieben, achten und beschützen? Ihr die Ewige Treue schwören, wie in guten und in schlechten Tagen? So antworten sie mit ja, ich will.“ „Ja, ich will,“ sagte ich. „Nun steckt euch in Zeichen der Liebe die Ringe gegenseitig an.“ Ein kleiner Wicht brachte die Ringe. Es war Annalias Bruder Carl. Wir nahmen die Ringe und steckten uns die gegenseitig an. „Kraft meines Amtes erkläre ich euch zu Mann und Frau. Tyler und jetzt darfst du deine Frau küssen.“ Ich küsste sie so zärtlich. „Ihr seid jetzt Mr. und Miss. Carter.“ Alle klatschten und ich nahm Annalia auf den Arm und trug sie aus der Kirche. Jetzt haben wir das schlimmste überstanden. Wir feierten auf dem Anwesen der Familie McCartneys. Das Anwesen war ca. 10 Minuten von der Kirche entfernt zu Fuß. Als wir ankamen sah ich das Haus. Es war so schön geschmückt mit Blumen und so. „Herzlichen Glückwunsch,“ sagte Anna. Ich merkte das Anna mir was verschwieg. Hat sie ein Geheimnis vor mir? Und was? Am Abend hatten wir unsere Hochzeitsnacht bei mir zuhause. Es ging heiß her. Der erste Sex denn ich habe in meinem Leben. Es ist so ein gutes Gefühl. Wir beide sind noch Jungfrauen und jetzt? Jetzt haben wir zum ersten mal Sex. Zwei Wochen später kam Annalia und sagte: „Rate mal? Wir werden Eltern.“ Ich erschrak und sagte: „Dass ist aber schön.“ „Ich muss es meinen Eltern erzählen. Weißt du warum ich dass weiß? Meine Blutung blieb aus und ich freue mich so.“ Und sofort war sie fort. Ich kann es nicht glauben. Ist es war oder ein Traum? Ich werde Vater. Ich freue mich so sehr. Am nächsten Tag sah sie mich an und sagte: „Ich muss dir was erzählen, aber es ist ein Geheimnis.“ Ich schaute sie an und sie sagte: „Es bleibt unter uns. Ich war ja lange weg und habe mit meiner Familie darüber gesprochen.“ Ich schaute sie nur an und sie sagte: „Es gibt Hexen und ich kenne paar, aber da gibt es ein Problem. Meine Mutter ist eine Hexe und dadurch das sie schwanger wurde mit uns steckt in uns auch ein bisschen Hexe und jetzt habe ich Angst um unseren Sohn.“ Ich erschrak und schrie sie an: „Und so was erzählst du mir erst jetzt?“ „Es tut mir leid,“ sagte sie unter Tränen. „Hoffentlich wird unser Kind normal und nächstes Mal sofort alles erzählen, weil ich hasse so was,“ sagte ich. „Ja. Bitte behalte es für dich. Bitte,“ sagte sie. Ich nickte und sie sagte: „Danke.“ Ich bin so glücklich Vater zu werden, auch was ich gerade gehört habe. „Ich liebe dich immer noch,“ sagte ich und umarmte sie. „Meine Mutter sagte mir gestern Abend, dass es stimmt das ich ein Kind bekomme.“ Ich schaute sie nur an. Wir sprachen bis zum Abend nicht mehr miteinander Am Abend kam die Haushälterin wieder und kochte essen. „Bitte setzen sie sich zu uns an den Tisch und speisen sie mit uns,“ sagte ich. „Danke.“ „Es gibt eine tolle Nachricht. Wir bekommen ein Kind,“ sagte Annalia. „Dass ist aber schön. Herzlichen Glückwunsch euch beiden.“ Am nächsten Tag hörte ich zum ersten Mal von der Hexenjagd. Herr Caslen erklärte mir alles und es begann. Wenn jemand eine Hexe sah, kann er zu uns kommen und klagen. Nach der Anklage verfolgen wir die Hexe und verhaften wir sie. Foltern sie bis zu ihrem Geständnis. Und immer Sonntag führen wir es in der Kirche weiter. Wenn sie zugegeben haben werden sie verbrannt. Die erste Hexe die wir fest nahmen, war Maria Müller. Am Sonntag fand der Prozess statt. Mit der Hexenjagd hat das Königreich nichts am Hut, dass ist eine Kirchliche Sache und unser Job. „Geben sie zu, dass sie eine Hexe sind,“ sagte ich. „Nein bin ich nicht.“ Herr Caslen schlug sie. „Geben sie es jetzt zu!“ Sie schüttelte nur den Kopf und bekam eine Schäle. „Sagen sie es!, „schrie ich sie an. „Nein. Ich bin ein normaler Mensch. Bitte lassen sie mich,“ sagte sie. Wieder schlug Herr Caslen sie. „Nächste Woche können wir noch mal von vorne anfangen, aber bis dahin werden sie gequält,“ sagte ich. Die Frau erschrak und schrie: „Wollen sie eine Schwangere töten?“ „Sie lügen,“ schrie ich sie an und wieder wurde sie auf die Nase geschlagen. „Hören sie auf! Ich werde ihnen nie antworten, weil ich unschuldig bin,“ sagte sie unter Tränen. „Halte deine Schnauze,“ schrie ich sie an und tritt sie. „Weniger Gewalt,“ schrie ein Junge. „Du hast uns nichts zu sagen,“ schrie Herr Caslen. „Dass ist meine Mutter.“ Herr Caslen nahm den Jungen fest und ich sagte: „Lassen sie ihn los, wenn Kinder sich wehren machen wir nichts,“ sagte ich. „Du hast Recht Tyler. Er kann nichts dafür.“ Er ließ den Jungen los, aber wir nahmen die Frau mit raus. Wir steckten sie in den Kärger und ketteten sie fest. „Jetzt sind sie dran. Sie werden es sehen und spüren,“ sagte ich. Ein Mann kam zu uns und schrie: „Eine Hexe!“ „Zeigen sie uns bitte die Hexe,“ sagte ich. Der Mann rannte los und wir hinter her. Er zeigte uns die Frau. Ich erschrak Annalias Mutter. „Dass ist die Hexe.“ „Wir müssen sie festnehmen,“ sagte ich. Mit Gewalt packten wir sie und Anna schrie: „Lassen sie mich.“ „Du kommst mit,“ sagte Herr Caslen. „Tyler bitte helfen sie mir bitte,“ sagte sie. Bevor ich was sagen konnte, wurde sie bewusstlos geschlagen. Mein Partner zerrte sie mit. Carl kam raus und schrie: „Mama!“ Er sah mich. „Es tut mir leid. Ich kann nichts mehr machen, weil wer sie fest nimmt machen kann was er will mit ihr. Geh wieder ins Haus,“ sagte ich. „Ich passe auf die anderen auf,“ sagte er. Ich nickte und ging. Am Abend fiel ich müde ins Bett. Annalia kam zu mir und sagte: „Meine Mutter wurde verhaftet.“ Ihr kamen die Tränen. „Ich konnte nichts machen. Es tut mir leid Schatz,“ sagte ich. Annalia schrie: „Herr Carsten soll sterben. Ich hasse ihn.“ „Bitte beruhig dich Schatz.“ „Ich habe noch nie gezaubert. Nur meine Mutter kann es. Ich kann es nicht,“ sagte sie. „Wieso hast du es mir nicht erzählt?,“ fragte ich. „Ich habe Angst vor dem Tod,“ sagte sie. „Das musst du nicht. Ich liebe dich wie du bist und ich werde dich nie verraten oder hinrichten,“ sagte ich. Der November begann und es schneite. Die Hexenjagd verlief gut und viele Hexen starben. Annalias Mutter auch, aber es war nicht meine Schuld. In ca. neun Monaten kommt das Kind. Ich möchte nicht immer die Angeklagten quälen und hinrichten. Oft wird die komplette Familie umgebracht und, dass ist schlimm, weil oft Kinder dabei sind. Die Familienmitglieder werden erhängt, wenn man denkt denn wurden Zaubern bei gebracht und natürlich wird die Hexe verbrannt. Meine Frau hat große Angst und ich auch. Warum? Ich bin mit einer Halb Hexe verheiratet und dass ist gefährlich. „Schatz. Es ist kalt hier drinnen,“ sagte Annalia. „Ja, aber ich heize wie es geht.“ Keiner kennt ihr Geheimnis, außer uns beiden. Wie lange noch? „Über was denkst du wieder,“ fragte Annalia. „Ahh! Wie lange bleibt dein Geheimnis noch ein Geheimnis,“ antwortete ich. „Bitte mach dir keine Gedanken darüber. Es wird keiner hören und so weiß es auch keiner. Wir sind eine Familie und eine Familie verrät auch niemanden,“ sagte sie. Ich nickte nur. Es wurde Dezember. Heute ist Sonntag und ein Hexenprozess mal wieder, Anna Schneider ist die Angeklagte Hexe. „Ich rede erst normal mit ihnen und wenn sie nicht zugeben, schreie ich sie an,“ sagte ich. Sie nickte nur. „Beantworte meine Frage: Sind sie eine Hexe?“ Zitternd sagte sie: „Nein bin ich nicht.“ „Jetzt noch mal. Bist du eine Hexe?“ Sie schrie mich an und sagte: „Nein, bin ich nicht.“ Ich holte aus und schlug sie. „So noch mal. Sind sie eine Hexe?“ „Nein, bin ich nicht.“ Wieder wurde sie geschlagen. „Es wird schlimmer. Ich warne sie. Geben sie es endlich zu.“ „Ja. Ich bin eine Hexe.“ „Sie sind verurteilt und zum tote am Scheiterhaufen verurteilt. Morgen ist die Hinrichtung und es kommen andere Hexen aus anderen Dörfern dazu,“ sagte ich. Die Frau wurde rausgezehrt aus der Kirche und wie immer mit Gewalt. Oft kann ich das nicht ansehen, wie es mir Leid tut für die Frauen, aber eine Hexe ist eine Hexe. Am nächsten Tag war es so weit. Heute ist die Hinrichtung und alles ist vorbereitet. Als es dunkel wurde, kamen viele Dorfbewohner um die Hinrichtung zu zusehen. „Heute werden zehn Hexen hingerichtet und fünf Familien,“ sagte ich auf dem Marktplatz. Ich blickte den Frauen in die Augen als ich sie fest machte. Und die Familien wurden am Galgen fest gemacht. Zum Glück war dieses mal keine Kinder dabei. Immer wenn ich Hexen hinrichte sagte ich: „So Fahrt zu eurem Schöpfer zurück in die Hölle.“ Die Scheiterhaufen wurden in brannt gesteckt und man hörte nur noch schreie. Das Feuer erhellte den Himmel in roter Farbe. Und die am Galgen stranden, wurden erhängt. Das Brett unter denn ihren Füßen wurde entfernt und sie vielen runter, sind aber fest gemacht. Es sind so komische Laute zuhören, aber ich kann die nicht beschreiben. Es wurden heute nur Erwachsene erhängt. Ich war natürlich nicht alleine, die Jäger aus den anderen Dörfern waren da, Herr Carsten und paar Helfer halfen mir. Am Abend kam Annalia und sagte: „Ihr richtet keine wahren Hexen hin, weil ihr keine richtige fangen könnt. Ihr stirbt dabei.“ Ich schaute sie nur an, aber sie ging. Was meint sie damit? Wir legten uns ins Bett und schliefen ein. Der Dezember ging zu Ende und ein neues Jahr brach an.

 

Kapitel 2 Annalia 1650

 

Es war Januar und es schneite mal wieder. Dieser Winter war ein harter. „Mich nervt das Wetter,“ sagte Tyler. „Nicht nur dich. Mich auch. In ca. sechs Monaten kommt das Kind,“ sagte ich. Man konnte Tyler es ansehen, dass er sich sehr freut auf das Kind. Ich freue mich auch. Hoffentlich wird es ein Mädchen, obwohl Tyler immer sagt: „Ich brauche einen guten Nachfolger.“ Wann endet endlich dieser Winter und wann beginnt der Frühling? Von meiner Familie habe ich lange nichts mehr gehört, als meine Mutter hingerichtet wurde. Was ist mit ihr passiert? Ich sah wie Tyler im Zimmer hin und her lief und ich fragte: „Ist alles in Ordnung?“ „Nein. Ich habe Angst das dein Geheimnis rauskommt.“ „Mach dir keine Sorgen,“ sagte ich. Aber es war was anderes. Aber was? Er wird es mir bestimmt nicht verraten oder doch? „Was ist los?,“ schrie ich ihn an. Es war still, aber es kam eine Antwort nach ein paar Minuten: „Es geht um deine Familie, aber mehr sag ich dir nicht.“ Ich hielt erschrocken den Atem an. Bevor ich was sagen konnte, wurde mir der Mund zugehalten. Was ist mit dem los? Soll ich mal hingehen? Wieso sagt man mir nicht den Grund? Ich brauche Antworten. Am nächsten Morgen stand ich früh auf und ging zu meinem Elternhaus. Ich erschrak! Es war nur noch eine abgebrannte Ruine. Ich dachte: „Was ist hier passiert? Wer sagt mir die Antwort? Ist jemand da? Lebt noch jemand?“ „Papa und Carl. Lebt ihr noch?,“ schrie ich. Aber es kam keine Antwort. Ich brach weinet zusammen und sagte: „Wo seid ihr?“ „Annalia bist du das,?“ rief jemand. „Ja. Wer bist du?“ „Ich bin es dein Vater.“ Ich stand vor Freude auf. „Papa komm her,“ schrie ich. Er kam und sagte: „Carsten. Dieser Carsten. Er war das.“ Ich erschrak. Der Carsten? Der meine Mutter tötete? Er ist eigentlich ein lieber. Jetzt ist er zu weit gegangen. Wieso hat er es gemacht? Soll ich zu ihm hingehen und mit ihm reden? Weil dieses Mal ist er zu weit gegangen. Dieses mal bin ich so sauer auf ihn. „Süße. Bitte geh nicht zu ihm hin,“ sagte mein Vater. Na toll. Ich gehe jetzt heim und rede mit meinem Mann. „Süße. Geh jetzt am besten heim, aber ich bleibe hier.“ Wo her wusste er was ich denke? Ich drehte sich um und ging. Mein Vater verschwand so schnell, wie er auch kam. Herr Carsten lief mir am Marktplatz über den Weg und er sagte: „Guten Tag Miss. Carter.“ Ich drehte mich mit dem Arsch zu ihm um und ging. Ich war so sauer. Ich hätte ihn schlagen können. Als ich zuhause ankam, sagte Tyler: „Wo warst du Weib?“ „Nirgends. Naja ich war auf dem Marktplatz,“ sagte ich ängstlich. „Erzähl mir keine Lügen. Du warst bei dir zuhause,“ schrie er mich an. „Ja war ich.“ Er sagte nichts mehr und ging. Wie bekommt er nur die Wahrheit aus einem raus? Ich war mit Wut geladen, am meisten auf Herr Carsten. Soll ich mit ihm reden? Obwohl ich nicht darf? Verbote sind mir egal, wenn es um meinen Familie geht. Aber ich muss das machen was mich nicht in Gefahr bringt. Ich dachte lange nach, wie ich ihm eins auswischen kann, aber ich ließ es sein. Mir fiel nichts Gutes ein. Heute war Kirche, aber ich konnte nicht hingegen, weil es mir nicht gut ging. Es klopfte an der Tür. Ich machte auf und ein junger Mann fragte mich: „Wieso sind sie heute nicht in der Kirche?“ „Mir geht es nicht gut. Ich bin schwanger und kann nicht so weit gehen,“ antwortete ich. „Miss Carter alles Gute mit ihrem Kind,“ sagte er und ging. Ich hasse es wenn ich gefragt werde, warum ich nicht komme. Dies ist mir immer so unangenehm. Ich möchte nicht immer anderen sagen was ich habe. Endlich der Januar ging zu Ende und der Februar begann. Es waren nur noch fünf Monate bis unser Kind kommt. Es ist schon alles fertig. Natürlich für einen Jungen eingerichtet, aber es soll ein Mädchen werden wenn es nach mir ginge. Aber nach wenn es nach Tyler geht, haben wir ein Jungen. Es müsste was geben wie man erkennen könnte was man im Bauch wie ein Geschlecht gibt. Seit langen ist Tyler mit der Hexenjagd so beschäftig, dass er fast nie zuhause ist. Mein Vater starb am Ende vom Januar und Tyler hatte seine Zulassung, als Priester bekommen. Die Hexenjagd wird immer schlimmer. Tyler verbietet mir rauszugehen, weil es kann was passieren. Ich bin Erwachsen und kein Kind mehr, wieso höre ich auf ihn? Wenn ich alleine bin singe ich oder male Kunstwerke. Weil alleine sein ist so langweilig und dann vergeht die Zeit noch langsamer als wenn wir zu zweit manchmal sind. Am Abend kam Tyler erschöpft von der Arbeit und fragte: „Du kennst dich ja mit Hexen aus? Erzähl mir bitte was.“ Ich schaute ihn fragend an. Warum möchte er was wissen? „Es gibt schwarze und weiße Hexen. Bestimmt kannst du dir was darunter vorstellen?,“ fragte ich. Er schaute mich fragend an und ich sagte: „Weiße Hexen schaden niemanden, weil sie heiler sind. Sie helfen eher den kranken Menschen.“ „Und was ist mit den Schwarzen Hexen?,“ fragte er. „Sie schaden den Menschen. Es gibt viele Unterschiede.“ Tyler schaute mich an und hörte mir gespannt zu. „Und was?“ „Die weißen sehen aus wie wir und die schwarzen nicht. Wenn man einer schwarzen in die Augen schaut, funkeln die Augen schwarz und bei einer weißen Hexe nicht. Die Ober Hexe von den schwarzen Hexen sieht aus wie wir,“ sagte ich. „Gibt es noch mehr?,“ fragte Tyler. „Ja. Beim Zaubern. Schwarze zaubern mit einem Zauberstab und die weißen nicht. Wenn eine schwarze in der Nähe ist und eine weiße, kann die weiße nicht zaubern, weil ihre Zauberkraft deaktiviert ist. Ihr müsst aufpassen, weil sie euch Hexenjäger hassen. Ihr seid für die jämmerliche Witzfiguren, weil ihr unschuldige Menschen tötet. Aber dazu sagen wir Hexen nichts,“ sagte ich. Tyler erschrak. Habe ich zu viel gesagt? Habe ich ihn erschrocken? Unsere Haushälterin hatte uns die ganze Zeit beobachtet und sagte: „Ich wusste das du eine Hexe bist. Ich bin auch eine und sage euch noch was. Die schwarzen nehmen für ihre Zaubertränke Sachen aus dem verbotenen Wald und die weißen Kräuter die sie finden. Ich sage nur eins: Haltet euch von dem verbotenen Wald fern.“ Der verbotene Wald ist wie sein Name sagt verboten. Da Leben noch andere Kreaturen wie Werwölfe, schwarze Hexen, Zauberer und noch mehr. Zauberer sind männliche Hexen, man nennt sie noch Hexer. Aber Zauberer ist ein besserer Name. Ich sah sie an und sagte: „Ja. Haben sie noch ein Zauberbuch?“ „Ja, aber daran kommt nur eine richtige Cartney und keine McCartney,“ sagte sie. Tyler stand wie versteinert da und sagte: „Wieso sagen sie es uns erst jetzt?“ „Überleg mal. Dein Beruf. Ich wollte bei euch kündigen, weil ich ziehe zu meiner Schwester und es ist zu gefährlich,“ sagte sie. Ich nickte nur. Am nächsten Morgen weckte mich Tyler sehr früh. Am Anfang reagierte ich nicht und er schrie mich an: „Aufstehen. Wir haben viel zu machen!“ Ich reagierte immer noch nicht und dann schlug er mich und schrie mich an: „STEH JETZT AUF! WIR HABEN VIEL ZU MACHEN!“ „Schatz. Ich stehe ja schon auf.“ Wir gingen zum Marktplatz und da standen die restlichen Hexenjäger. „Endlich bist du da Tyler.“ „Ja. Es hing an meiner Frau, sie wollte nicht aufstehen.“ Ich schaute in sauer an und sagte: „Natürlich immer ich. Hättest ja alleine gehen können.“ Tyler schaute mich nur an, aber er wandte sich den anderen zu. Jetzt bin ich erst mal Luft für ihn. Es kamen viele Menschen und schauten uns an. „Kommt bitte heute Abend. Jetzt wird erst mal aufgebaut,“ sagte Tyler. Wenn man eben einen guten Platz haben möchte muss man früh kommen. Es wurde so langsam dunkel und die Leute kamen. Ich schaute mich um und überall waren Menschen. Tyler kam und sagte: „Heute sterben fünf Hexen und fünf wegen Rufmord.“ Es wurde still, als die Hexen kamen. Sie wurden am Scheiterhaufen gefesselt und die anderen bekamen den Strick um den Hals gelegt. Einer der Jäger hatte eine Fackel in der Hand und sagte: „Fahrt zu eurem Schöpfer. Der in der Hölle wohnt.“ Man zündete die Scheiterhaufen an und die anderen wurden erhängt. Plötzlich rief jemand: „Ihr seid so dumm. Es sind Menschen wie wir alle.“ Tyler erschreckte auf, wie alle auf dem Marktplatz. Ich drehte mich um und sah nach. „Wir halten ihn fest, dass er nicht weg laufen kann,“ rief jemand. „Sie sind verhaftet und sie werden wegen Rufmord angeklagt und heute noch hingerichtet,“ sagte Tyler. Jeder weiß, dass man durch solche Kommentare angeklagt werden kann und hingerichtet wird. Am Abend vielen wir beide kaputt ins Bett. Es kam noch eine Frau nach dem die Hexen hingerichtet wurden und sagte sie hat eine Hexe gesehen. Natürlich nahm man die Hexe noch fest und dann wurde es sehr spät. Am nächsten Tag war Kirche und Herr Roth hielt die Predigt. Er ist neu hier und wie jeder: ein Hexenjäger. Nach einer Stunde war der Gottesdienst zu Ende, zum Glück ich bin fast eingeschlafen. Weil ich in den letzten Tage nicht viel schlief und es ging mir nicht so gut, wegen dem Kind. Endlich der März kam und die Geburt rückte immer näher. Es war Frühling und man hörte schon die Vögel schwitchern. Es war warm und ich legte mich in den Garten. Tyler dachte er könnte mich erschrecken, aber ich machte ihm ein Strich durch die Rechnung. Er wollte mich nass machen, aber ich zog ihm das Bein weg und er fiel auf das Gras und wurde selber nass. „Du bist mir aber eine,“ sagte. „Mich kann man schlecht erschrecken und man hat dein Schatten gesehen,“ sagte ich. Ich lachte nur. Tyler ist nass und ich nicht. „Endlich ist es warm und ich wollte dich doch nur abkühlen.“ Tyler kitzelte mich. „Hör endlich auf!,“ schrie ich. „Du bist eine richtige Spaßbremse,“ sagte er. Ich streckte ihm aus Spaß die Zunge raus. Heute musste er nicht arbeiten. Zurzeit ist nicht Zuviel zu tun bei der Hexenjagt. Warum wissen wir nicht. Oder Tyler weiß es bestimmt. Naja aber jetzt ist mein Mann war öfters da und wir hatten viel Zeit zu zweit, seit langer Zeit. Ich glaub Tyler hat es vermisst, wie ich. Wenn wir mal zusammen sind machen wir manchmal einfach Quatsch. Im April war wieder viel zu tun mit der Hexenjagd. Aus anderen Dörfern, Städten und hier wurden Hexenhingerichtet. Sie sahen immer so gequält aus. Oft schaute ich nicht mehr hin, weil es einfach krank aussieht. Ich erschrak einmal, als ich eine weiße Hexe dabei sah. Ich kenne sie nur vom sehen her. „Annalia bist du das?,“ schrie sie. „Nein bin ich nicht. Lassen sie mich in Ruhe,“ schrie ich. Mein Mann sah mich nur an und ich nickte. Ich wollte sie nicht abwimmeln, aber es könnte dann gefährlich selber für mich werden. Mich nervt immer wieder dieses verbrennen von den Hexen. Dadurch stank es immer so. „Du musst aufhören immer so zuschauen, als ob du alle retten willst,“ sagte Tyler. Meine ganze Familie ist tot, aber ich hatte ja noch Tyler. Eines Tages sah ich eine schwarze Hexe. Sie schaute mich an und sie rannte weg. Was ich sah behielt ich für mich. Ich habe keine Freunde, weil ich von Tyler nie raus darf. Er sagt immer: „Es ist zu deiner Sicherheit.“ Ich geh Tyler oft bei der Arbeit besuchen und sehe wie sie die Hexen quälen bevor sie hingerichtet werden. Es sieht immer so schlimm aus. Manchmal klebt Blut an der Kleidung und ich muss die Flecken rauswaschen und ich sage nur eins: ich muss so viel Kraft anwenden, wie ich nur kann. Seit neuesten haben wir eine neue Haushälterin, sie heißt Mariella. Sie ist nicht die schönste, aber im Haushalt ist sei gut. „Ohh Annalia sie werden immer dicker,“ sagte sie. Ich schaute sie an und sagte: „Ja. Ich bekomme auch ein Kind und ich freue mich so sehr.“ Wir haben viel zu viel Geld zu leben. Mein Mann nimmt mich oft mit, weil er mich vorwarnen will, was alles passieren kann, wenn ich verhaftet werde. Wie sie gequält werden, verbrannt werden oder fest gekettet sind im Kärger. Wie sie alle aussehen: verhungert, mit Blut verschmiert und ängstlich. Ich konnte ja nicht Tyler sagen was ich darüber denke, aber ich sage nur: „Es ist widerlich und nicht in Ordnung was sie mit den hilflosen Menschen machen.“ „Pass auf,“ sagt Tyler oft, aber reiche Leute werden weniger verhaftet, als Bauern. Wer war die schwarze Hexe und was wollte sie? Bald ist Red Mond. Da können sie ihren Fluch auflösen. Welchen? Dass sie nicht mehr brennen können. Aber sie sind ganz wo anders und nicht hier. Man braucht aus jedem Monat das jüngste Kind und eine weiße Hexe. Ich muss Tyler warnen. Was soll ich sagen? Und wie soll ich ihm das sagen? Und wann? Und wo? „Was ist los?,“ fragte Mariella. „Nichts! Ich denke wie immer nach,“ antwortete ich. Ich kann es Tyler nicht erzählen. Und wie weiß ich auch nicht. Wenn es nicht hier mit den Hexen passiert muss ich es auch nicht sagen. Oder doch? Zum Glück habe ich eine Freundin. Mariella ist die einzige. „Nichts schlimmes. Ich denke nur nach wie immer,“ antwortete ich zum zweiten mal. Sie schaute mich an und nickte. Sie ist so eine Liebe und kümmert sich um mich sehr gut. Ich war so oft alleine, weil Tyler arbeiten ist. Er wusste, dass ich mich immer einsam fühle und deswegen hat er Mariella eingestellt. Was ich so mache wenn ich alleine bin? Ich setze mich oft auf die Couch und lese, male oder denke nur nach. Heute nahm ich mir ein Buch in die Hand und laß. Lesen ist nicht mein Ding, aber es ist ein guter Zeit vertreib. Plötzlich wurde ich von hinten umarmt und ich schrie. „Hör auf zu schreien. Ich bin es dein Ehemann,“ sagte Tyler. Ich drehte mich um und schaute ihm in die Augen. „Weißt du: ich hab gerade das ganze Haus zusammen geschrien,“ sagte ich und schaute ihn sauer an. Er schaute mich an und fragte: „Ist etwas?“ „Ja. Bitte pass auf! Schwarze Hexen sind hier in der Nähe.“ Er schaute mich an und sagte: „Hör auf zu nerven. Ich höre es jeden Tag auf neuste.“ Wenn ich manchmal was sage hört er nie auf mich. Ich kann reden und niemand hört einem zu. „Hör auf in deinen Gedanken zu schweben.“ Na toll! Darf man nicht mehr frei Denken? Kann er mich nicht mal in Ruhe lassen? Er ist sowieso nicht immer da und dann kommt er und fragt mich nie wie es mir geht. Ich stand auf und ging. „Ich lege mich hin, weil es mir nicht gut geht,“ sagte ich, aber es kam keine Antwort. „Es reicht. Du sollst mir mal zuhören!,“ schrie er. Was hat er denn jetzt wieder? „Ich hab gesagt ich lege mich hin,“ schrie ich zurück. Ich legte mich hin und schlief. Am Morgen hörte ich schreie, die kamen von draußen. „Bleiben sie stehen. Sie sind wegen Hexerei angeklagt!“ „Nein! Lassen sie mich!“ Typisch Wochenende da werden Hexen gejagt und Sonntag der Prozess gemacht. Wie das Leben von Frauen von Hexenjäger ist? Wie immer man ist alleine, es ist manchmal langweilig und die Ehemänner sind wenig da. Die Männer sind nicht da, aber wir sind trotzdem glücklich mit dem Leben. Wann endet die Hexenjagt? Wann ist mein Mann mal für mich den ganzen Tag da? Er sagt immer: „Du denkst zu viel.“ Ich hörte Schüsse. Was ist passiert? Wer wurde erschossen? Ich lief raus, aber wurde wieder reingeschickt. Super! Nie darf ich was wissen. Warum? Bin ich so unwichtig? Soll ich mal mit meinem Mann reden? Oder nicht? Was ist besser? Mir ist das Gespräch nicht so geheuer, aber ich kann ja noch überlegen. Ich merkte gar nicht das Tyler mich ansprach: „Warum bist du raus gegangen?“ Ich überlegt und sagte zitternd: „Ich wollte sehen was passiert ist.“ „Du bleibst hier und ohne mich gehst du nicht raus,“ schrie er mich an. Ich war geschockt. Wieso darf ich nicht raus? „Ich kann machen was ich will!,“ schrie ich ihn an. „Du hörst auf mich und machst nichts ohne mich. Verstanden?,“ schrie er mich an und ging. Ich war so sauer und schlug gegen die Wand. „Scheiße,“ schrie ich. „Ich hasse es alleine zu sein.“ Es klopfte und Herr Roth stand da. „Ist was passiert? Sie haben laut geschrien,“ fragte er. „Nein. Es ist alles gut. Ich bin nur sauer,“ antwortete ich. „Ich wollte nur mal schauen,“ sagte er. „Ja. Es tut mir leid,“ sagte ich. „Möchten sie mich mal besuchen kommen? Dann stelle ich ihnen meine Frau vor,“ sagte er. Ich nickte und er sagte: „Ich werde sie mal fragen. Ich muss jetzt gehen. Auf Wiedersehen.“ Er schloss die Tür und ging. Na toll! Der Besuch war mir so unangenehm. Aber irgendwie schön, dass ich seine Frau kennen lernen darf. Mariella kam vom Markt. Sie hat es gut, sie ist frei. Sie kann machen was sie möchte und ich? „Was ist los? Sie sehen so bedrückt aus,“ fragte sie. „Nichts Besonderes,“ antwortete ich. Sie nickte und machte sich an die Arbeit. Ich setze mich hin und laß mein Buch weiter. Es war nicht spannend, aber ein guter Zeit vertreib. Die Stunden verflogen und Tyler kam. „Ich möchte nur was essen und ins Bett,“ sagte er. Nach dem Essen legten wir uns hin und schliefen ein. Heute war Sonntag, Kirche, ein Hexenprozess den mein Mann übernimmt und das ganze Dorf kam. Die gefangene Hexe von letzter Woche wurde reingebracht. „Heute wir dein Prozess gemacht. Es heißt sie haben Frau Roth verflucht und sie wurden angezeigt.“ „Nein! Ich war das nicht. Was erzählen sie da?,“ fragte die Hexe. Tyler schlug sie und schrie sie an: „Sei ruhig. Geben sie es zu oder wir foltern dich bis zum Tote.“ „Ich bin ein Mensch wie ihr,“ sagte sie. Wieder wurde sie geschlagen und mitten ins Gesicht. „Du Hure sei ruhig. Du hast hier nichts zu sagen,“ sagte Tyler. „Lassen sie mich,“ schrie sie. Tyler zog ihr das T-Shirt aus und schlug mit einer Peitsche auf ihr Rücken. „So nun frage ich sie noch einmal: bist du eine Hexe?“ „Nein bin ich nicht.“ Die Peitschen schläge wurden schlimmer. Herr Roth stand neben Tyler und half ihm. Die Angeklagte schrie nur noch. „Geben sie es zu,“ schrie Tyler. Herr Roth schlug die Frau. „Nein! Schlagen sie mich doch,“ schrie sie. Herr Roth schlug sie härter und sie fiel hin. „Gib es endlich zu,“ schrie Tyler. „Sehen sie es nicht, wie sie uns foltern,“ schrie sie. „Wir machen was wir wollen und sie brauchen uns nicht zusagen was wir machen sollen,“ sagte Tyler und die schläge wurden immer schlimmer. „Sie sind selber schuld. Wer meine Frau was an tut muss sterben,“ sagte Herr Roth. Der Rücken von der Angeklagten war offen. Ich wurde angeschaut und Tyler sagte: „Annalia komm bitte nach vorne und rede mit der Angeklagten.“ Ich bekam Angst. Alle schauten mich an. Meine Hände zitterten. Tyler schaute mich an auch und ich stand auf. Was soll ich sagen? Oder machen? Muss das jetzt sein? Ich schaute die Frau an und sagte mit zitternder Stimme: „Bitte stehen sie erst mal auf.“ Man packte sie und hielte sie fest. „Ich rede erst mit ihnen wenn sie frei sind. Ich meine, wenn die Männer dich los lassen.“ Man ließ sie los. „Sie werden mich schlagen,“ sagte die Frau. „Wie heißen sie?,“ fragte ich. „Maria.“ „Maria ich frage sie: sind sie eine Hexe?“ „Nein!,“ sagte Maria. „Bitte sagen sie es,“ sagte ich. „Ich gebe nach,“ sagte Maria. „Sind sie eine?“ „Ja bin ich,“ sagte Maria. Sofort wurde sie gepackt und rausgezerrt. Herr Roth kam mit seiner Frau und sagte: „Das ist Mariella.“ „Mariella sind sie das?,“ fragte ich. „Annalia!“ „Kennt ihr euch?,“ fragte Herr Roth. „Ja, ich bin ihre Haushälterin,“ sagte sie. „Dass ist schön, aber du kannst mir ja sagen wo du immer bist,“ sagte Herr Roth. „Wir gehen Heim,“ sagte Tyler. Er nahm mich und zog mich nach Hause. „Gut gemacht heute. Du hast immer gut aufgepasst,“ sagte er. „Ich wollte das nicht,“ sagte ich. „Aber für das erste mal war es sehr gut,“ sagte Tyler. „Ich habe mich so unwohl gefühlt, wo ihr mich aufgerufen habt.“ „Dass kann ich mir gut vorstellen. Es ist immer so, wenn man aufgerufen wird,“ sagte er. Tyler wusste ja nicht, wie viel ich Angst hatte, aber er hat mich gelobt dafür. Das finde ich schön und ich vergesse es. Wenn dich alle anschauen fühlt sich jeder unwohl. Wirklich jeder. Mariella ist die Frau von Herr Roth, dass wusste ich nicht. „Ich werde dich glaub öfters mal aufrufen. Bereite dich schon mal darauf vor,“ sagte er. Ich schaute ihn nur erschrocken an. Es klopfte zum Glück und ich machte die Tür auf. „Guten Tag Annalia,“ sagte Mariella. Herr Roth war auch da. „Was macht ihr hier?,“ fragte ich. „Was sollen wir denn hier machen, außer dich besuchen?,“ sagte Mariella. „Dass ist schön. Kommt herein.“ „Ich mag euer Haus,“ sagte Herr Roth. „Ja, ich weiß.“ Herr Roth schaute mich an und ich zeigte auf Mariella. Er nickte. „Wann kommt denn das Kind?,“ fragte er. „Lass mich mal überlegen ich wurde im November schwanger und dann kommt das Kind voraussichtlich im Juli. Ich weiß es aber nicht so genau,“ sagte ich. „Ich freue mich, sie mal Privat zutreffen und nicht bei der Arbeit,“ sagte Mariella sie schaute mich. Ich kannte diesen Blick. Er bedeutet: „Sie sind gemeint und ich rede nur mit ihnen.“ Mit einem Lächeln antwortete ich ihr. Ich möchte so gerne mal wissen wie Herr Roth mit richtigen Namen heißt. Ich kann ihn mal fragen. „Herr Roth wie heißen sie denn normal?;“ fragte ich ihn. „Ich sage niemanden mein Name. Erst mal muss ich die Person besser kennen lernen,“ sagte er. Er schaute mich böse an und ich erschrak. War er jetzt sauer? Oder nicht? Mariella kam und flüsterte mir zu: „Er vertraut niemanden seinen Namen an, außer Freunde.“ Ich kannte ihn als Priester, Hexenjäger und Aufpasser, aber so habe ich ihn nicht eingeschätzt. Privat sehen wir uns das erste mal erst. Er hatte ein perfektes Aussehen, ist aber nicht mein Typ von Mann. „Schatz schau dir mal die alten Möbel an,“ sagte Mariella begeistert. Sie steht auf altes wie mein Mann. „Ja. Du arbeitest hier und siehst es doch jeden Tag,“ sagte er. Sie schaute ihn böse an und sagte: „Danke für dein zuhören.“ Herr Roth sah nicht gerade zu besteiert aus, als Mariella mit ihm sprach. Vielleicht nervt sie ihn auch zuhause mit solchen unnötigen Gesprächen. Wir redeten bis in den späten Abend rein. Es gab so viel zu erzählen. Naja nicht alles war wichtig. Vieles handelte über die Hexenjagt. Naja ist auch bei Hexenjäger so klar, wie das Amen in der Kirche. „Es ist spät geworden. Wir gehen heim.“ Ich begleitete die zwei bis zur Tür und sagte: „Danke das ihr da wart. Wir sehen uns morgen. Auf Wiedersehen.“ Nach dem sie weg waren gingen wir schlafen. Am Morgen wurde ich von der Sonne geweckt. „Auf stehen Schlafmütze,“ sagte Tyler. „Ja, ja.“ „Du hast mich die ganze Nacht genervt.“ Ich schaute ihn fragend an. „Du hast die ganze Nacht durch geschnarcht,“ sagte er. Ich schaute ihn an und sagte: „Jeder darf schnarchen.“ Ich war sauer. Wieso hatte er mir das nicht gesagt? Naja erst mal mich wecken und dann. Dass ist aber nicht so schön. Er schaute mich sauer an und sagte: „Du bist mein Weib und du hast auf mich zu hören.“ Ich schaut ihn sauer an und dachte: „Frauen haben keine Rechte. Wir müssen alles machen die Hausarbeit und die Männer? Die gehen das Geld besorgen.“ „Am Mittwoch ist eine Hinrichtung,“ sagte er. „Okay. Aber zum Glück muss ich da nichts machen,“ sagte ich als Erleichterung. „Aber bei den Prozessen hilft du uns, wenn zum Beispiel einer Schweigt,“ sagte er noch. Ich sagte nichts mehr und ging. Bald beginnt der April und am 1. April kann man Leute verarschen und das mache ich bei Tyler direkt mal am Mittwoch. Jeden Montag ist Markt und wir trafen uns mit der Familie Roth. „Ich liebe den Markt,“ sagte Mariella. „Ja, da gebe ich dir Recht,“ sagte ich. Es war viel los, wie immer eigentlich. „Am Mittwoch ist ja die Hinrichtung,“ sagte Herr Roth. „Mal eine Frage Herr Roth: Wie ist ihr Vorname?,“ fragte ich. Er schaute mich an und antwortete: „Ich möchte ihn eigentlich niemanden sagen, aber ihr seid meine Freunde, dass habe ich gestern ja gesehen. Nur aus Freundschaft sage ich ihn. Ich heiße Benjamin.“ Ich schaute ihn an und sagte: „Schöner Name.“ Er nickte nur und wante sich von mir ab. „Wann ist denn die Hinrichtung Tyler?,“ fragte Benjamin. „Ich werde so sagen um vier bereiten wir alles vor, weil um acht die Hinrichtung ist.“ „Ja Tyler. Es dauert ja nicht lange oder zwei Stunden später?“ „Ja, dass geht auch.“ Ich suchte das Gespräch mit Mariella, aber sie drehte sich um und ging. Unsere Männer sprachen noch und ich schwieg. „Bleiben sie stehen,“ schrie jemand. Ich stand nur da und stellte dem Jungen ein Bein. „Was haben sie gemacht?,“ fragte Tyler. „Er hat mich beklaut,“ sagte eine Frau. Die Polizei kam und nahm den Burschen fest. Diebstahl wird mit dem Tot bestraft. „Denn wird man nur noch tot sehen,“ sagte eine Frau. Mit der Sache hat die Kirche nichts zu tun. „Da sind Protestanten,“ schrie jemand. Die Prote-stanten werden seit kurzen Hingerichtet. Niemand reagierte. „Hört mich keiner?“ Da kam der andere Hexenjäger Herr Moork. Denn hassen alle, er tötet bevor er festnimmt und deswegen hassen ihn alle. Niemand möchte ihn hier haben. Niemand. „Ihr seid verhaftet,“ schrie er und alle lachten. „Sie wollen uns festnehmen?,“ sagte eine Protestantin. „Hören sie auf zulachen. Sie sind festgenommen,“ sagte er und alle lachten weiter. „Alle aus ihrer Familie waren Hexen. Wieso sollen wir auf sie hören?,“ sagte die Protestantin. „Nimmt ihn fest wegen Hexerei,“ schrie ein anderer. „Hexer brauchen wir nicht.“ Benjamin und Tyler nahmen ihn fest. „Sie wurden wegen Hexerei angezeigt,“ sagte Benjamin. Alle lachten ihn aus. Wirklich alle. Am nächsten Tag fesselte man ihn auf dem Marktplatz an den Pranger und jeder konnte ihn beleidigen, auslachen oder mit foulen Obst und Gemüse ihn abwerfen. Ich fand es witzig und ich machte mit. „Gute Bestraffung vor dem Tot,“ sagte Benjamin. „Ja und allen macht es Spaß,“ sagte Mariella. Er schrie jeden an. „Hört auf!“ „Lasst es!“ „Ich bin doch nur ein Mensch!“ Ich bekam ein Lach Anfall. „Haltet endlich die Schnauze,“ schrie man ihn an. „Sie sind bald tot,“ sagte einer. „Lasst es,“ schrie er. „Sie sind ein Hexer,“ schrie jemand. „Morgen ist die Hinrichtung,“ sagte Tyler. „Nein lasst ihn doch noch hier,“ schrie jemand. Tyler schaute sich um und sagte: „Sie haben Recht.“ Jemand kam und tritt dem Hexer in den Arsch. „Hört endlich auf,“ rief er. Den ganzen Tag war ich auf dem Marktplatz und die ganze Zeit lachte ich mich kaputt. Heut war es witzig und es wird morgen noch witziger. Am nächsten Tag litt er noch mehr, als gestern. Es wurde Abend und der Hexer wurde Hinge-richtet. „Ich werde doch verbrannt?,“ fragte er. „Ja, es gibt kein Erbarmen,“ sagte Tyler. Ich lachte nur noch. „Annalia, du lachst ja schon die ganze Zeit,“ sagte Mariella. „Ja bei dieser Dummheit.“ Sie nickte nur. So was habe ich noch nie gesehen, desto mehr er nervte wurde es immer witziger. Diese Strafe ist gut für ihn. Ein Hexenjäger, wo alle aus der Familien Hexen waren, aus so was hört keiner. Warum? Vor den hat man kein Respekt. Wirklich kein bisschen Respekt. „Lachen ist verboten mein Schatz,“ sagte mein Mann. Heute ist ja der erste April und ich habe es ganz vergessen Tyler zu verarschen. „Aber das ist so witzig,“ antwortete ich. „Du hast Recht, aber bitte nicht bei der Hinrichtung.“ Benjamin ist so ein süßer. Mit seinen braunen Augen, die braunen Haare und erst sein lächeln. Mariella fiel aus der Reihe: mit ihren blauen Augen und Pech schwarzes Haar. Gestern war auch noch eine Hinrichtung von einer Frau. Der Sohn von der Tochter kam und sagte: „Das ist meine Mutter nehmen sie mich auf.“ Aber es ist verboten Kinder von Hexen aufzunehmen. Wenn die Männer eine Hexe jagen, sind wir Frauen immer alleine. Es ist Mai und die Geburt rückt näher. Der April war ein bunter Monat. Der Mai brachte schlechtes Wetter. „Das Wetter nervt.“ Der Juni war viel schöner. Es ist warm und die Sonne kam wieder raus. Und es regnete nicht mehr. Noch mehr regen hält niemand mehr aus. „Noch ein Monat,“ schrie ich. Am nächsten Morgen fielen Schüsse und Tyler rannte raus. Er sah Mariella und schrie: „Mariella leben sie noch.“ Aber es kam keine Antwort mehr. Ich rannte raus und schrie: „Mariella bitte steh wieder auf.“ Ich brach zusammen und weinte. „Schatz. Sie ist tot.“ Ich schrie: „MARIELLA.“ Benjamin kam und schrie auch los: „Mariella. Sie ist tot.“ Benjamin brach zusammen und weinte. „Wir werden den Mörder finden und töten,“ sagte Tyler. Das ist der schlimmste Tag meines Lebens. Mariella starb am 01.07.1650. Meine beste Freundin ist tot. Ich saß auf der Straße und hatte einen nerven Zusammenbruch, wie Tyler und Benjamin. Die beste Freundin, Ehefrau und Haushälterin musste sterben. Warum sie? Warum kein anderer? Wieso musste man sie aus ihren Leben reißen? Warum nur? „Wir werden den Mörder finden,“ schrie Benjamin. Ich konnte seit Tagen nicht mehr schlafen, weil ich nur an Mariella dachte. Nur an sie. Sie fehlt uns alle. Zwei Tage nach ihren Tod wurde sie Beerdigt. Zehn Tage nach dem Tod von Mariella kam mein Kind. Zuerst Platzte die Fruchtblase und dann begann die Geburt. Es ist viel zu früh.

 

Kapitel 3 Tyler 1650

 

Meiner Frau ging es nur noch schlechter. Ich habe Angst dass sie stirbt. Der Arzt aus dem Dorf kam und half bei der Geburt. Nach dem das Kind kam, starb kam meine Frau. Sie ist verblutet und ich bekam ein Sohn. Ich nenne ihn Thommes und er wurde am 20.07.1650 geboren. Ich brach zusammen und weinte. „Meine Frau ist tot,“ schrie ich. Noch nie verlor ich so was wichtiges, aber ich habe ein Sohn bekommen und ich muss ihn alleine groß ziehen, wie ein alleinerziehender Vater. Ich weinte nur noch. Ich kniete neben dem toten Körper meiner Frau und weinte Stunden lang. Sie hatte mir aber was ganz tolles Geschenkt, ein Kind. Die ersten Tage ohne meine Frau waren die schwersten die es gab. Thommes war noch so klein und süß. Er kann nichts dafür das Annalia starb. Benjamin half mir viel mit ihm. Und wenn ich immer unterwegs bin kommen viele und schauten Thommes an oder sprachen mit mir. Der erste Monat war vorbei und Annalia habe ich direkt nach der Geburt beerdigt. Sie liegt neben Mariella. Ohne sie war das Leben ganz anders. Zurzeit bin ich viel mit meinem Sohn beschäftigt und kann deswegen nur wenig Arbeiten, aber Benjamin übernimmt viele Aufgaben von mir. Die ersten vier Monate waren vorbei und Thommes schrie nur noch. „Halt endlich deine Fresse,“ schrie ich ihn an. Ich war so verzweifelt. Was soll ich nur machen? Wie beruhige ich ihn am besten? Benjamin stand die ganze Zeit mir zur Seite und half mir. „Tyler du bist so ein guter Vater,“ sagte er. „Ich liebe mein Sohn. Annalia starb und gab mir ein Sohn. Ein Leben ging und ein neues Kam,“ sagte ich. „Ja, Tyler. Gott wollte es so.“ Da hatte er Recht. Ein Leben ging und ein neues kam. Das Jahr ging schnell vorbei, zum Glück und ich wurde immer besser darin ein Kind groß zuziehen.

 

Ein Gedanke zu „Gina Klingelschmitt / Red Sky → The beginning of the witchhunt / Leseprobe

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