Edition Braus

Die Edition Braus veröffentlicht Bücher zu den Themen Fotografie, Kunst, Garten, Reise und Architektur. Seit 2010 ist Berlin ein weiterer Schwerpunkt im Portfolio des Verlags.
Im kreativen Umfeld des Aufbau Hauses am Moritzplatz in Kreuzberg erscheinen unter Leitung von Jochen Stamm 15 bis 20 Publikationen pro Jahr. Die Monografien, Bildbände, Kataloge und Reiseführer, die hier entstehen, sind das Ergebnis kreativer Leistungen von Künstlern und Autoren, der produktiven Zusammenarbeit mit Kulturstiftungen und Institutionen, sie sind mit Liebe und Fachkenntnis gestaltet, lektoriert und hergestellt. Dies findet seinen Widerhall in einer weitreichenden medialen Rezeption und einem großen Zuspruch beim Publikum und im Buchhandel. Die Bücher des Verlags wurden zudem mehrfach mit Auszeichnungen wie dem Deutschen Fotobuchpreis, dem European Publishers Award for Photography und dem Deutschen Gartenbuchpreis bedacht.
Seit 2010 gehört der Verlag dem Aufbau-Eigentümer Matthias Koch, Berlin ist seitdem der alleinige Sitz des Verlags. Der Geschichte der Edition reicht fast 100 Jahre in die Vergangenheit zurück. 1913 in Heidelberg zunächst als Druckerei gegründet, entwickelt sich unter Paul Braus eine stetig zunehmende verlegerische Tätigkeit mit den Schwerpunkten Regional- und Stadtgeschichte.
Vor allem in den 1970er Jahren unter Günter Braus wird das Programm erweitert, die Edition Braus entwickelt sich zu einem überregional bedeutsamen Verlag und macht sich mit Büchern zu den Themen Kunst und Fotografie von hoher Qualität und Machart einen Namen. In dieser Tradition steht der Verlag bis heute. 

Wir freuen uns sehr über Ihr reges Interesse an unseren Büchern.
Jochen Stamm und das Team der Edition Braus

 

https://www.editionbraus.de/

One thought on “Edition Braus

  1. Ich habe mich mit einem Thema beschäftigt, das in der Kunstgeschichte bisher nicht beachtet worden ist, nämlich den grundlegenden Wandel im Wesen der Kunst in den letzten zweihundert Jahren. Die alte Kunst war ihrem Wesen nach Herrschaftskunst. Die Künstler, auch die großen, waren Diener der Mächtigen und versorgten sie mit den unentbehrlichen Prunkstücken, mit denen sich höfischer Glanz, Macht und der Anspruch auf die Ehrfurcht der Untertanen beweisen und Herrschaft festigen ließen. Heute sind die Künstler autonom. Sie dienen niemanden, werben sehnsüchtig um die Zuwendung des Publikums und um dessen Spaß an ihren Werken. Die neue Kunst ist ihrem Wesen nach hedonistisch.
    Dieser Wesenswandel vollzog sich im Geiste der Aufklärung und unter dem Druck der Französischen Revolution im 19ten Jahrhundert noch schleichend und im 20sten Jahrhundert rasant. Die Werte, die die alte Kunst groß machten, ihre Schönheit, ihre Würde, ihre handwerkliche Vollendung, gingen Stück um Stück verloren. Heute werden die alten Kunstwerke in Museen als Kostbarkeiten gehütet oder, wenn es Bauwerke sind, unter Denkmalschutz gestellt oder nach Kriegsverlusten sorgfältig rekonstruiert, weil es keine neuen Werke gibt, die sie ersetzen könnten. Der Kunsttourismus lebt von der Bewunderung und Verehrung der alten Kunst.
    Auch wenn uns die Einsicht nicht gefällt: Ohne die ständische Gliederung der Gesellschaften hätte es die große alte Kunst nicht gegeben, und zwar weltweit. Und dies nicht erst seit geschichtlichen Zeiten, sondern weit vor Tutenchamun schon tief in der Steinzeit. Dafür gibt es plausible evolutionäre Gründe. Vielleicht war die früheste Steinzeitkunst das Vehikel für den Einzug des Geistes in das menschliche Gehirn.
    In meinem Buch „Die Kunst ist tot“ habe ich den evolutionären Ursprung der Kunst als Rangmerkmal, ihren Aufstieg in die Hybris fürstlicher und priesterlicher Machtrepräsentation und ihren Absturz in den intellektuellen Hedonismus der Gegenwart dargestellt.

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