Beschreibung
Er ist nicht gerade das, was man einen Frauenschwarm nennen würde. Zumindest ist das sein Selbstbild. Charles Edouard Wagner, 33 Jahre alt und studierter Psychologe flieht, allerdings nicht vor den Frauen sondern aus Kostengründen von Paris nach Etretat, einem kleinen Touristenstädtchen in der Normandie. Was für ihn mehr als nur sehr gut passt, denn dort an der Alabasterküste stürzt man sich gerne zu Tode, und Charles sammelt Selbstmorde, es ist sein Hobby. Und siehe da, stolpert er eines späten Abends während der Corona-Ausgangssperre über eine potenzielle Selbstmörderin, die ohnmächtig, gefährlich nahe am Abgrund liegt und die er kurzerhand in seine Schubkarre lädt und mit in sein kleines Haus nimmt. Da Appoline, die sehr gut aussehende und ein paar Jährchen ältere Selbstmörderin nicht etwa sofort die Flucht ergreift, sondern zumindest zunächst bei Charles Edouard bleibt, zeigt sich erstens, dass dieser in seiner Vorstellung von sich selbst ein ganzes Stück daneben liegt, und es offenbart sich weiter-hin, dass Suizide nicht etwa aus heiterem Himmel geschehen, sondern hier in diesem Fall, wie gar nicht so selten in unserer Gesellschaft, die Frau ausgerechnet von ihrem Mann Stück für Stück in die Vereinsamung und in Richtung Tod getrieben wird.
Roman 219 Seiten
EINBUCH Buch- und Literaturverlag Leipzig
ISBN 978–3–949234-68-2






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