Stephan Flommersfeld: Weggang

13,90

Beschreibung

Josef sitzt in einem Ohrensessel in einem Altenheim und denkt an seine erste kleine Wohnung, Spaziergänge in der Natur und den Duft seiner Frau Christine, von der er manchmal nicht recht weiß, dass sie tot ist, die er schmerzlich vermisst und nichts lieber möchte, als endlich wieder bei ihr sein. Ein Krümel fängt seine Aufmerksamkeit und kurze Zeit später eine ihm fremde Frau mit festem Haarknoten und Wischmopp. Ganz offensichtlich ist Josef allerhöchstens noch Gast in seinem Leben, von dem er immer weniger zuordnen kann, ein fast bewegungsloser Protagonist, dessen letzten Tage die unglaubliche Übersichtlichkeit eines doch einst ewig scheinenden Lebens beschreiben, das in Einsamkeit und Demenz zu Ende geht. Das Einschleichen des Vergessens, immerhin, gibt Joseph so etwas wie einen kindlichen Entdeckergeist, der ihn sowohl im Traum, der Erinnerung als auch in der Realität auf die Suche gehen lässt, die Dinge hinter dem scheinbar Offensichtlichen zu erkunden.

 

Erzählung 107 Seiten
EINBUCH Buch- und Literaturverlag Leipzig
ISBN 978–3–949234-69-9

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